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Reflexionen des Genossen Fidel

Reflexiones del Comandante Fidel Castro Ruz
16. Januar 2010

Durch die aus Haiti erhaltenen Nachrichten kann man sich ein Bild von dem großen Chaos machen, das in der außerordentlichen, durch die Katastrophe geschaffenen Situation zu erwarten war.

Überraschung, Erstaunen, Erschütterung in den ersten Augenblicken, der Wunsch zur sofortigen Hilfeleistung in den am weitesten abgelegenen Winkeln der Erde. Was sollte man schicken und wie sollte man dies aus China, Indien, Vietnam und anderen, zehntausende Kilometer entfernt liegenden Punkten an einen Ort der Karibik tun? Das Ausmaß des Erdbebens und die Armut des Landes rufen im ersten Moment Ideen von imaginären Bedürfnissen hervor, die zu allen möglichen Arten von Versprechen führen, die dann auf irgendeinem Weg zukommen zu lassen versucht wird.

Wir Kubaner waren der Auffassung, dass Menschenleben zu retten das Wichtigste in jenem Augenblick war, worauf wir vorbereitet waren, und das nicht nur für den Fall von Katastrophen dieser Art, sondern ebenfalls für den Fall von anderen, die Gesundheit betreffenden Naturkatastrophen.

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14. Januar 2010

Vor zwei Tagen, ungefähr um 18 Uhr kubanischer Ortszeit – in Haiti aufgrund seiner geographischen Lage schon nachts – haben die Fernsehsender begonnen, Nachrichten darüber zu verbreiten, dass ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala Porte-au-Prince heimgesucht und stark beschädigt hatte. Das seismische Phänomen hatte in einer im Meer gelegenen tektonischen Störung begonnen, nur 15 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt entfernt, einer Stadt, wo 80% der Bevölkerung in schwächlichen, aus Luftziegeln und Ton erbauten Häusern lebt.

Die Nachrichten setzten sich fast ohne Unterbrechung stundenlang fort. Es gab keine Bilder, aber es wurde behauptet, dass viele öffentliche Gebäude, Krankenhäuser, Schulen und solider gebaute Einrichtungen als kollabiert gemeldet wurden. Ich habe gelesen, dass ein Erdbeben der Intensität 7,3 der freigesetzten Energie einer Explosion von 400 000 Tonnen TNT entspricht.

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03. Januar 2010

Vor zwei Tagen, zum 51. Jahrestag des Siegs der Revolution, kamen in mein Gedächtnis die Erinnerungen an den 1. Januar 1959. Keiner von uns hatte niemals die eigenartige Idee gehabt, dass wir uns nach einem halben Jahrhundert, das sehr schnell vergangen ist, daran erinnern würden, als wäre es gestern gewesen.

Während des Treffens am 28. Dezember 1958 in der Zuckerfabrik Oriente mit dem Oberbefehlshaber der feindlichen Truppe, deren Eliteeinheiten einkesselt und ohne Entkommensmöglichkeiten waren, erkannte dieser seine Niederlage an und berief sich auf unseren Edelmut, um eine ehrenvolle Lösung für den Rest der Truppe zu finden. Er wusste, dass wir die Gefangenen und Verletzten ohne Ausnahme menschlich behandeln. Er akzeptierte die von mir vorgeschlagene Vereinbarung, obwohl ich ihn darauf hingewiesen hatte, dass wir die begonnenen Operationen fortsetzen würden. Aber er fuhr in die Hauptstadt und von der US-Botschaft angestiftet veranlasste er einen Staatsputsch.

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26. Dezember 2009

Der Klimawandel verursacht schon erhebliche Schäden und Millionen Menschen erleiden die Folgen.

Die entwickeltsten Forschungszentren versichern, dass ganz wenig Zeit übrig bleibt, um eine irreversible Katastrophe zu verhindern. James Hansen vom Goddard Institut der NASA versichert, dass ein Kohlendioxid-Wert von 350 ppm immer noch tolerierbar ist; aber heutzutage übersteigt er 390 und erhöht sich jährlich um 2 ppm, er überschreitet die Werte von 600 Tausend Jahren vorher. Die letzten zwei Jahrzehnte waren, jedes Einzelne, die wärmsten nach allen bisher geführten Aufzeichnungen. Das erwähnte Gas wuchs 80 Teile ppm in den letzten 150 Jahren.

Das Eis des Nordpolarmeeres; die gewaltige, zwei Kilometer dicke Schicht, die Grönland bedeckt; die Gletscher von Südamerika, die ihre Hauptquellen mit Süßwasser versorgen; das riesiges Volumen, das die Antarktis bedeckt; die übrig gebliebene Schicht vom Kilimanjaro; das Eis, das den Himalaja bedeckt und die enorme Eismasse von Sibirien schmelzen ohne Zweifel. Berühmte Wissenschaftler befürchten quantitative Sprünge dieser Naturerscheinungen, die Wandel verursachen.

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19. Dezember 2009

Die jungen Menschen haben viel größeres Interesse an der Zukunft als alle anderen.

Bis vor kurzem wurde darüber diskutiert, in welcher Art von Gesellschaft wir leben würden. Jetzt wird diskutiert, ob die menschliche Gesellschaft überhaupt überleben wird.

Es handelt sich nicht um dramatisches Gerede. Man muss sich an die Fakten gewöhnen. Die Hoffnung ist das Letzte, was die Menschen verlieren dürfen. Mit der Wahrheit in der Hand haben Männer und Frauen jeden Alters, besonders die jungen Menschen, auf dem Gipfel einen beispielhaften Kampf ausgetragen und hiermit der Welt eine große Lehre erteilt.

Das Wichtigste besteht jetzt darin, dass die Begebenheiten auf dem Gipfel in Kuba und auf der Welt so weit als möglich bekannt werden. Die Wahrheit besitzt eine Kraft, die die mediatisierte und oftmals falsch informierte Intelligenz derjenigen übertrifft, welche die Geschicke der Welt in ihrer Hand haben.

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17. Dezember 2009

Die Nachrichten, die uns aus der dänischen Hauptstadt ereichen, widerspiegeln Chaos. Nachdem die Gastgeber einen Event geplant haben, an dem circa 40 000 Personen teilnehmen würden, können sie ihr Wort auf keine Art und Weise halten. Evo, der erste dort Angekommene der Präsidenten des Bündnisses ALBA, hat tiefgründige Wahrheiten zum Ausdruck gebracht, die aus der tausendjährigen Kultur seines Volks hervorgehen.

Gemäß den Nachrichtenagenturen versicherte er, dass er einen Auftrag des bolivianischen Volkes besäße, jegliche Vereinbarung zu blockieren, wenn der Endtext die Alternativen nicht befriedige. Er erläuterte, dass der Klimawechsel nicht die Ursache sondern die Folge dafür sei, dass wir verpflichtet sind, die Rechte der Mutter Erde gegenüber einem Modell der kapitalistischen Entwicklung, und die Kultur des Lebens gegenüber der Kultur des Todes zu verteidigen. Er sprach von der Klima-Schuld, welche die reichen Länder den armen Ländern zu zahlen haben, und von der Rückgabe an diese der gewaltsam weggenommenen Atmosphäre.

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14. Dezember 2009

Lieber Hugo!

Heute sind genau 15 Jahre seit unserem Treffen im Audimax der Universität Havanna vom 14. Dezember 1994 vergangen. Die Nacht davor hatte ich an der Gangway des Flugzeuges, dass dich nach Kuba brachte, auf dich gewartet.

Mir war dein bewaffneter Aufstand gegen die Yankee-freundliche Regierung von Venezuela bekannt. Nach Kuba waren Nachrichten über deine Ideen während deiner Haftzeit durchgedrungen, und genau wie wir hast du dich der Vertiefung jenes revolutionären Gedankenguts gewidmet, welches dich zum Aufstand am 4. Februar 1992 geführt hatte.

Im Audimax hast du spontan und transparent die bolivarianischen Ideen eingebracht, die du in deinem Innersten trugst, und die dich unter den gegebenen spezifischen Umständen deines Landes und unserer Zeit zum Kampf um die Unabhängigkeit von Venezuela und gegen die Tyrannei des Imperiums geführt haben. Nach den Bemühungen von Bolívar und der anderen außergewöhnlichen Menschen, die voller Träume gegen das spanische Kolonialjoch gekämpft haben, bestand die Unabhängigkeit von Venezuela nur als lächerlicher Anschein.

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09. Dezember 2009

Im letzten Abschnitt einer vor zwei Monaten, d. h. am 9. Oktober 2009, geschriebenen Reflexion unter dem Titel “Dem Dollar läuten die Glocken” habe ich mich auf die Problematik des Klimawechsels bezogen, zu dem der imperialistische Kapitalismus die Menschheit geführt hat.

„‘Die USA’ – so ließ ich in Bezug auf den Kohlenstoffausstoß verlauten – ‘unternehmen keine wirklichen Anstrengungen. Sie akzeptieren nur 4% Reduzierung im Vergleich zu 1990.’“ Zu jenem Zeitpunkt verlangten die Wissenschaftler eine minimale Verminderung zwischen 25 und 40% für das Jahr 2020.

Ich fügte unmittelbar hinzu: „Am heutigen Vormittag, Freitag, den 9. 10., erwachte die Welt mit der Nachricht, dass „dem guten Obama“, dem Rätselhaften, wie ihn der bolivarianische Präsident Hugo Chávez in der UNO genannt hat, der Friedens-Nobel-Preis verliehen wurde. Nicht immer teile ich die Standpunkte dieser Institution, aber ich sehe mich veranlasst anzuerkennen, dass dies meines Erachtens in diesem Augenblick eine positive Entscheidung war. Sie gleicht den Schlag aus, den Obama in Kopenhagen erlitt, als Rio de Janeiro und nicht Chicago zum Sitz der Olympiade 2016 gewählt wurde, was zornige Angriffe seiner Gegner der extremen Rechten hervorrief.“

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29. November 2009

Die Vereinigten Staaten hatten in der Regierung von Venezuela ihren besten Verbündeten bei der Bekämpfung der kubanischen Revolution: den vorzüglichen Don Rómulo Betancourt Bello. Wir wussten das damals nicht. Er war am 7. Dezember 1958 zum Präsidenten gewählt worden und die Revolution in Kuba siegte noch bevor er sein Amt antrat, am 1. Januar 1959. Einige Wochen später kam mir das Privileg zu, von der provisorischen Regierung von Wolfgang Larrazábal eingeladen zu werden, um das Vaterland von Bolívar zu besuchen, das so solidarisch mit Kuba gewesen war.

Selten in meinem Leben habe ich mehr Herzlichkeit seitens der Bevölkerung erlebt. Die Filmaufnahmen sind erhalten. Ich fuhr von Maiquetía nach Caracas auf der breiten Autobahn, die den asphaltierten Pfad abgelöst hatte, auf dem mich 1948, bei meiner ersten Reise nach Venezuela, die waghaltigsten Kraftfahrer gefahren hatten, die ich jemals kennen gelernt habe.

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18. November 2009

Ich kenne Chávez sehr gut. Es gibt niemanden, der so sehr gegen ein Blutvergießen zwischen Venezolanern und Kolumbianern wäre wie er. Dies sind zwei so brüderlich verbundene Völker, wie jene Kubaner, die im Osten, im Zentralteil und im äußersten Westen unserer Insel leben. Ich verfüge über keine andere Art der Darstellung, um den Grad der zwischen Venezolanern und Kolumbianern bestehenden Brüderlichkeit zum Ausdruck zu bringen.

Die verleumderische Anschuldigung der Yankees, dass Chávez einen Krieg gegen das benachbarte Kolumbien plant, hat ein einflussreiches kolumbianisches Presseorgan dazu geführt, am vergangenen Sonntag, dem 15. November, unter dem Titel „Kriegstrommeln” einen beleidigenden und in einem abfälligen Ton gehaltenen Leitartikel gegen den venezolanischen Präsidenten zu veröffentlichen, wo unter anderem behauptet wird, dass „Kolumbien diese Bedrohung seiner Sicherheit sehr ernst nehmen muss, welche die schwerwiegendste in sieben Jahrzehnten darstellt, da sie von einem Präsidenten kommt, der außerdem militärische Erziehung und Ausbildung besitzt…“

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11. November 2009

Ich bedauere es sehr, Kritik an Obama ausüben zu müssen, wo mir doch bekannt ist, dass es in jenem Land andere mögliche Präsidenten gibt, die schlechter als er sind. Ich sehe ein, dass dieses Amt heutzutage ein großes Kopfzerbrechen bedeutet. Es gibt nichts, was dies besser erläutern kann, als jene gestrige Information der Zeitung Granma darüber, dass 237 US-Kongressmitglieder Millionäre sind, d.h. 44% der Gesamtzahl. Das bedeutet nicht, dass jeder von ihnen verpflichtet ist, ein unverbesserlicher Reaktionär zu sein, aber es ist kaum möglich, dass er wie irgendeiner der vielen Millionen US-Amerikaner denkt, die über keine Gesundheitsfürsorge verfügen, arbeitslos sind bzw. hart arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Obama ist selbstverständlich kein Bettler, er besitzt Millionen Dollar. Er war hervorragend in seiner beruflichen Tätigkeit, seine Beherrschung der Sprache, seine Sprachgewandtheit und seine Intelligenz stehen außer Frage. Trotzdem er Afro-Amerikaner ist, wurde er – zum ersten Mal in der Geschichte seines Landes – in einer rassistischen Gesellschaft zum Präsidenten gewählt; einer Gesellschaft, die unter einer tief greifenden Weltwirtschaftskrise leidet, dessen Verantwortung auf sie selbst zurückzuführen ist.

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06. November 2009

Jede einigermaßen informierte Person begreift sofort, dass der mit Honig versüßte, am 30. Oktober unterzeichnete „Zusatzvertrag über die Zusammenarbeit und technische Hilfe im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten und von Kolumbien”, der am Nachmittag des 2. November veröffentlicht wurde, einer Annexion von Kolumbien durch die Vereinigten Staaten gleichkommt.

Der Vertrag bringt die Theoretiker und Politiker in Verlegenheit. Es ist nicht ehrbar, jetzt zu schweigen und anschließend über Souveränität, Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und andere Feinheiten zu sprechen, wenn ein Land vom Imperium so einfach verschlungen wird, wie eine Fliege von einer Eidechse. Es handelt sich um das kolumbianische Volk, das opferbereit, arbeitsam und kämpferisch ist. Ich habe in dem langen Wälzer nach einer verdaulichen Rechtfertigung gesucht, und habe absolut keinen Grund gefunden.

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03. November 2009

Gestern ist Carmen Nordelo Tejera verstorben, die selbstlose Mutter des Helden der Republik Kuba Gerardo Hernández Nordelo, welcher zu Unrecht zu doppelter lebenslänglicher Freiheitsstrafe plus 15 Jahren Gefängnishaft verurteilt worden ist.

Dabei ist es unerhört, dass die Yankee-Justiz vor kaum 12 Tagen Santiago Álvarez Fernández-Magriñá freigelassen hat, bei dem Kriegswaffen, Handgranaten und andere Mittel, für die terroristischen Pläne gegen unser Volk bestimmte Mittel beschlagnahmt worden waren.

Es handelte sich um Waffenposten, welcher bei diesem CIA-Agenten beschlagnahmt worden ist, der im Dienst der Regierung der Vereinigten Staaten einen Großteil seines Lebens dem Terrorismus gegen Kuba gewidmet hat.

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30. Oktober 2009

Vor wenigen Tagen gab es in unserem Land bedeutende Ereignisse.

Am 28. Oktober, morgens um 7.30 Uhr, waren genau 50 Jahre vergangen, seitdem Camilo Cienfuegos körperlich verschwunden ist. Das traurige Geschehnis ereignete sich an einem stürmischen Tag bei Einbruch der Dunkelheit, als er in einem Sportflugzeug auf nördlicher Route von Camagüey in die Hauptstadt geflogen ist.

Er hatte in Yaguajay seinen letzten siegreichen Kampf gegen die Tyrannei ausgefochten, Ende Dezember 1958. Jetzt wurde dort ein Mausoleum eingerichtet, wo die Gebeine der während des Krieges an der Nordfront von Las Villas bzw. nach dem 1. Januar Gefallenen ruhen. Dort werden alle jene ihre Ruhestätte finden, die zu seiner Invasionskolonne gehört haben, bzw. sich ihr im zentralen Teil des Landes angeschlossen haben und noch leben. Jemand hat ihn Héroe de Yaguajay (Held von Yaguajay) genannt und dieser Titel hat überdauert. Er war mehr als das: er war der Held der Invasionskolonne Antonio Maceo. Der kühne Comandante hatte mit seiner leicht bewaffneten Kolonne Pinar del Rio als Bestimmungsort und bis in jene Berge wäre er gelangt, wenn ihm nicht aus dem Sierra-Maestra-Gebirge befohlen worden wäre, in seinem Vormarsch inne zu halten und an der Seite des Che und unter dessen Befehl im zentralen Teil des Landes zu kämpfen. Es war nicht notwendig, sein Leben in jener Mission zu riskieren, welche eine Fehldeutung der historischen Umstände darstellte. Am 2. Januar begann er mit dem Che den historischen Marsch in Richtung Hauptstadt. Wie viel doch hierüber nachgeforscht und Überlegungen angestellt werden könnten!

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19. Oktober 2009

Während der Feierlichkeiten des Siebten Gipfeltreffens der ALBA, das in Cochabamba, einer historischen Region Boliviens stattgefunden hat, konnte man merken, wie reich die Kultur der lateinamerikanischen Länder ist, und welche Sympathien der Gesang, der Tanz, die Trachten und die ausdrucksvollen Gesichter der Menschen aller Etnien, Farben und Nuancen: der Eingeborenen, Schwarzen, Weißen und Mestizen, bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erwecken. Dort wurden Jahrtausende der Menschengeschichte und eine reiche Kultur gezeigt, die die Entschlossenheit verständlich machen, mit der die Führer mehrerer Länder der Karibik und Mittel- und Südamerikas dieses Gipfeltreffen einberufen hatten.

Das Treffen war ein großer Erfolg. Es fand in Bolivien statt. Vor ein paar Tagen habe ich über die ausgezeichneten Perspektiven dieses Landes geschrieben, das eine Aimara-Quechua Kultur geerbt hat. Eine kleine Gruppe von Völkern dieser Region hat die Absicht zu zeigen, dass eine bessere Welt möglich ist. Die ALBA, von der Bolivarianischen Republik Venezuela und Kuba gegründet und von den Ideen Bolivars und Martis geprägt, ein nie dagewesenes Vorbild revolutionärer Solidarität; hat gezeigt, wie viel in knapp fünf Jahren friedlicher Zusammenarbeit gemacht werden kann. Es begann kurz nach dem politischen und demokratischen Sieg von Hugo Chávez. Der Imperialismus hat ihn unterschätzt; In einer groben Form, versuchte er, ihn zu stürzen und zu eliminieren. Da Venezuela im 20. Jahrhundert jahrelang weltweit der größte Erdölproduzent und im virtuellen Besitz der Yankee-Multinationalen gewesen ist, war der eingeschlagene Weg besonders schwierig.

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15. Oktober 2009

Wenn Obama der Preis zuerkannt wurde, weil er die Wahlen in einer rassistischen Gesellschaft gewonnen hat –trotz dass er Afroamerikaner ist–-, dann verdient Evo den Preis ebenso, weil er die Wahlen seines Landes gewonnen hat –trotz dass er Indianer ist–, und außerdem, weil er seine Versprechen erfüllt hat.

Zum ersten Mal treten in beiden Ländern die eine oder die andere der dort lebenden Volksgruppen das Präsidentenamt an.

Wiederholt habe ich darauf hingewiesen, dass Obama ein intelligenter Mensch ist, ausgebildet in einem politischen und gesellschaftlichen System, an das er glaubt. Er möchte die Dienstleistungen des Gesundheitswesens auf etwa 50 Millionen Amerikaner ausdehnen, die Wirtschaft aus der tiefen Krise herausholen, in der sie sich befindet, und das Ansehen der USA verbessern, das durch die Ausrottungskriege und Folterungen geschädigt wurde. Weder hat er vor, noch wünscht er, noch kann er das politische und wirtschaftliche System seines Landes ändern.

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09. Oktober 2009

Das Imperium hat die Welt mehr durch Wirtschaft und Betrug beherrscht als durch Gewalt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges hat es das Privileg erlangt, konvertierbare Devisen zu drucken, hat die Kernwaffen monopolisiert, verfügte über fast alles Gold der Welt und war weltweit der einzige Hersteller von Produktionsmaschinen, Verbrauchsgütern und Dienstleistungen in großem Maßstab. Trotzdem gab es eine Grenze für den Druck von Papiergeld: die Golddeckung zum Festpreis von 35,- US-Dollar pro Feinunze. So ist das über 25 Jahre lang geschehen bis zum 15. August 1971, als durch eine Präsidialanordnung von Richard Nixon die Vereinigten Staaten diese internationale Vereinbarung einseitig gebrochen und damit die Welt betrogen haben. Ich werde das immer wieder sagen. Auf diese Weise haben die USA ihre Ausgaben für die Wiederaufrüstung und ihre Kriegsabenteuer auf die Weltwirtschaft abgewälzt, insbesondere für den Krieg in Vietnam, der nach vorsichtigen Schätzungen nicht weniger als 200.000 Millionen US-Dollar und das Leben von über 45.000 jungen US-Amerikanern kostete.

Auf jenes kleinen Land der Dritten Welt sind mehr Bomben als im letzten Weltkrieg abgeworfen worden. Millionen von Personen sind ums Leben gekommen oder verstümmelt worden.

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06. Oktober 2009

Am vergangenen ersten Oktober wurde der 60. Jahrestag der Volksrepublik China begangen.

An jenem historischen Tag des Jahres 1949 leitete Mao Zedong als Führer der Kommunistischen Partei Chinas auf dem Tiananmen-Platz die erste Parade der Volksarmee und der Bevölkerung von China. Die siegreichen Soldaten trugen die den Invasoren, Oligarchen und Vaterlandsverrätern im Kampf entrissenen Waffen.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges besaßen die Vereinigten Staaten, eine jener Mächte, die im Krieg die geringsten materiellen Verluste erlitten hatten, das Monopol über die Atomwaffe und über mehr als 80 % des Goldes der Welt und verfügten über eine bedeutende industrielle und landwirtschaftliche Entwicklung.
Die siegreiche Revolution im Jahr 1949 in einem so riesigen Land wie China gab einer großen Anzahl von Ländern unter Kolonialherrschaft Hoffnung, viele von denen nicht lange danach das aufgezwungene Joch abschüttelten.

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02. Oktober 2009

Reiche Wirtschaftsmächte wetteiferten darum, Austragungsort der Olympiade im Jahr 2016 zu werden, darunter zwei der höchst entwickelten Industrieländer des Planeten – die Vereinigten Staaten und Japan. Jedoch Rio de Janeiro, eine brasilianische Stadt, hat gesiegt.

Es soll jetzt keiner kommen und behaupten, dass dies eine Geste der Großzügigkeit der reichen Nationen Brasilien gegenüber einem Land der Dritten Welt, gewesen sei.

Der Sieg dieser brasilianischen Stadt ist ein Beweis des zunehmenden Einflusses jener Länder, die den Kampf zu ihrer Entwicklung führen. Von den Völkern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens wird mit Sicherheit die Wahl von Rio de Janeiro inmitten der Wirtschaftskrise und der heute aufgrund des Klimawechsels herrschenden Unsicherheit mit Wohlgefallen aufgenommen werden.

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27. September 2009

Die Abschlusserklärung des Gipfels der G-20 in Pittsburgh, am Freitag, den 25. September, scheint irreal zu sein. Schauen wir uns die Schwerpunkte ihres Inhalts an:

„Wir versammeln uns inmitten des kritischen Übergangs zur Erholung von der Krise, um die Ära der Verantwortungslosigkeit zu beenden und eine Reihe von Politiken, Regelungen und Reformen anzunehmen, die den Anforderungen der globalen Wirtschaft im 21. Jahrhundert gerecht werden.”

„Heute verpflichten wir uns, auf unserer energischen Antwort zu beharren, bis eine dauerhafte Erholung gesichert ist.”

„…wir verpflichten uns die notwendigen Politiken zu ergreifen, um die Grundlagen eines starken, anhaltenden und ausgewogenen Wachstums für das 21. Jahrhundert zu schaffen.”

„Wir wünschen uns ein Wachstum ohne kritische Zyklen und Märkte, welche die Verantwortung fördern.”

„…wir werden zusammenarbeiten, um ein starkes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum zu schaffen. Wir brauchen eine dauerhafte Erholung, die die Arbeitsplätze erzeugt, die unsere Völker benötigen.”

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24. September 2009

Am vergangenen 16. Juli habe ich wörtlich gesagt, dass der Putsch in Honduras „von skrupellosen Figuren der äußersten Rechten ausgedacht und organisiert wurde, die vertraute Beamte von George W. Bush gewesen sind und von ihm befördert worden waren.”

Ich habe folgende Namen zitiert: Hugo Llorens, Robert Blau, Stephen McFarland und Robert Callahan, Yankee-Botschafter in Honduras, El Salvador, Guatemala und Nicaragua, die von Bush in den Monaten Juli und August 2008 ernannt worden sind, und festgestellt, dass die vier der Linie von John Negroponte und Otto Reich, beide mit düsterer Vorgeschichte, folgen.

Ich habe den Yankee-Stützpunkt Soto Cano als Hauptstützpunkt für den Putsch aufgezeigt und gesagt, dass „die Idee einer von Costa Rica ausgehenden Friedensinitiative dem Präsidenten jenes Landes vom State Department übermittelt wurde, als Obama in Moskau war und an einer russischen Universität erklärte, dass der einzige Präsident von Honduras Manuel Zelaya sei.“

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22. September 2009

Der bolivarianische Präsident Hugo Chávez hat sich wirklich originell ausgedrückt, als er vom „Rätsel der zwei Obamas“ gesprochen hat.

Heute hat der ernste Obama gesprochen. Vor kurzem habe ich zwei positive Aspekte seines Verhaltens anerkannt: den Versuch, den Zugang zur Gesundheitsfürsorge für 47 Millionen US-Amerikaner zu erreichen, die davon ausgeschlossen sind, und seine Besorgnis bezüglich des Klimawechsels.

Das, was ich gestern über die imminente Bedrohung für die menschliche Gattung zum Ausdruck gebracht habe, könnte pessimistisch erscheinen, ist aber wirklichkeitsnah. Die Meinung vieler Staatsoberhäupter über das ignorierte und vergessene Thema des Klimawechsels steht jetzt noch aus.

Obama war der Erste, der seine Meinung kundtat, da sein Land Sitz des Treffens der Vereinten Nationen auf höchster Ebene zu diesem Thema ist.

Was hat er gesagt? Ich gebe seine wichtigsten Aussagen hier wieder:

„Wir erkennen an, dass die Bedrohung gegen den Planeten ernsthaft und zunehmend ist.“

„Die Antwort auf diese Umwelt-Herausforderung wird von der Geschichte beurteilt werden.“

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21. September 2009

Mir hätte es gefallen, heute über das vor 24 Stunden auf dem Revolutionsplatz stattgefundene, außerordentliche Konzert “Paz sin Fronteras” „Frieden ohne Grenzen“ zu sprechen, aber die starrköpfige Realität zwingt mich, über eine Gefahr zu schreiben, welche nicht nur den Frieden sondern ebenfalls das Überleben unserer Art bedroht.

Die Organisation der Vereinten Nationen, deren Aufgabe darin besteht, über den Frieden, die Sicherheit und die Rechte von knapp 200 Staaten zu wachen, die dort über 6,5 Milliarden Erdeinwohner vertreten, wird am kommenden Mittwoch unter Teilnahme der Staatschefs die Debatte in ihrer Vollversammlung eröffnen. Diesmal wird sie aufgrund der außerordentlichen Bedeutung des Themas Dienstag, den 22. September, einer Tagung auf höchster Ebene über den Klimawechsel widmen, die zur Vorbereitung der Konferenz von Kopenhagen vom 7 bis 18. Dezember dieses Jahres dienen soll.

Auf der von der UNO in Rio de Janeiro einberufenen Weltumweltkonferenz habe ich als damaliger kubanischer Staatschef Folgendes behauptet: „Eine Gattung ist vom Aussterben bedroht: der Mensch.“ Als ich jene Worte aussprach und begründete, die mit Applaus von den dort anwesenden Staatschefs empfangen wurden, – einschließlich vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, einem in geringerem Maße düsteren Bush, als sein Sohn George W. – glaubten diese, noch über mehrere Jahrhunderte zu verfügen, um sich dem Problem zu stellen. Ich selbst sah es nicht in so naher Zukunft wie 60 bzw. 80 Jahre.

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13. September 2009

Seit Stunden höre ich über das Fernsehen die Ehrung des ganzen Landes für den Comandante der Revolution Juan Almeida Bosque. Ich denke, dass er es ebenso als eine Pflicht angesehen hat, sich dem Tod zu stellen, wie er alle seine anderen Pflichten im Verlaufe seines Lebens erfüllt hat. Weder er noch wir konnten wissen, wie viel Traurigkeit uns die Nachricht seiner körperlichen Abwesenheit bringen würde.

Ich hatte das Privileg, ihn zu kennen: ein junger schwarzhäutiger Mensch, Arbeiter, Kämpfer, der aufeinander folgend Leiter einer revolutionären Zelle, Kämpfer der Moncada, Gefängnisgenosse, Befehlshaber eines Trupps während der Landung der Jacht Granma war, Offizier der Rebellenarmee, – der bei seinem Vormarsch während des heftigen Gefechts um die Garnison El Uvero durch einen Schuss in die Brust gestoppt wurde – Befehlshaber einer Kolonne, die zur Schaffung der Dritten Ostfront losmarschierte, und Kamerad, der Teil der Leitung unserer Kräfte in den letzten siegreichen Schlachten war, durch welche die Tyrannei gestürzt wurde.

Ich war ein privilegierter Zeuge seiner vorbildlichen Haltung über mehr als ein halbes Jahrhundert heldenhaften und siegreichen Widerstands, im Kampf gegen Banditen, beim Gegenschlag von Girón (Schweinebucht), während der Raketenkrise, der internationalistischen Missionen und beim Widerstand gegen die imperialistische Blockade.

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10. September 2009

Mir wäre es lieber, wenn ich nicht eines jener Unternehmen hart kritisieren müsste, die sich der Herstellung von medizinischen Ausrüstungen widmen und deren Gewinne nicht aus der Fabrikation von zum Töten benutzten Waffen kommen, sondern die Krankheiten und Leiden bekämpfen und Todesfälle verhindern. Deshalb habe ich sie immer alle mit Hochachtung behandelt und mir gefiel es, einen Austausch mit ihnen über ihre wissenschaftlichen Fortschritte zu führen.

Etwas anderes ist es, wenn man mit Bitterkeit an solche Länder denkt, denen nicht dieserart Geräte zur Verfügung stehen, und noch trauriger ist es, dass ein Volk der Dritten Welt seine Bemühungen durch die stupide Maßnahme behindert sieht, welche ein reiches und mächtiges Land denen aufzwingt, die sie herstellen: die Einstellung der Ersatzteillieferungen für ihre Instandhaltung.

In Venezuela und Kuba insgesamt gesehen verfügen die kubanischen Fachärzte für Kardiologie über 28 Echokardiographie-Geräte Marke Philips, ohne welche eine genaue und vollkommen sichere Diagnose nicht möglich ist. Bei Ausfall von jedem dieser Geräte können pro Monat 500 Patienten diese lebenswichtigen Dienste nicht erhalten.

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02. September 2009

Die aus den Vereinigten Staaten kommenden Nachrichten lösen Empörung und manchmal auch Abscheu aus.

Die Mehrheit von ihnen bezieht sich natürlich in der letzter Zeit auf die mit der schweren internationalen Wirtschaftskrise assoziierten Probleme und deren Folgen innerhalb des Imperiums. Natürlich sind das nicht die einzigen über dieses mächtige Land. Jedes Blatt der großen Menge an Nachrichten aus einem Kontinent, einer Region oder einem Land der Welt ist in der Regel mit der US-Politik verbunden. Es gibt keinen eingizen Ort auf der Welt, wo die überwältigende Gegenwart des Imperiums nicht zu spüren sei.

Logischerweise haben die Nachrichten über seine brutalen Kriege knapp zehn Jahre lang einen wichtigsten Raum in der Presse eingenommen, und besonders während der Präsidentenwahlen.

Trotzdem hatte niemand geahnt, dass inmitten des Dramas der Eroberungskriege Nachrichten über Geheimgefängnisse und Folterzentren erscheinen würden, ein beschämendes und gut gehütetes Geheimnis der US-Regierung.

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27. August 2009

Diese Reflexion ist nicht an die Regierungen sondern an die Brüdervölker von Lateinamerika gerichtet.

Am morgigen 28. August wird in Argentinien das UNASUR-Gipfeltreffen beginnen, dessen Transzendenz nicht ignoriert werden kann. Auf ihm soll die Konzession von sieben Militärstützpunkten auf kolumbianischem Hoheitsgebiet an die US-Supermacht analysiert werden. Die vorausgegangenen Verhandlungen zwischen beiden Regierungen wurden streng geheim gehalten. Das Abkommen sollte der Welt als eine vollendete Tatsache vorgelegt werden.

In den frühen Morgenstunden des 1. März 2008 hatten die Streitkräfte von Kolumbien – ausgebildet und bewaffnet durch die Vereinigten Staaten – mit Präzisionsbomben eine Guerilla-Gruppe angegriffen, die in eine abgelegene Zone des ecuadorianischen Hoheitsgebiets eingedrungen war. In Hubschraubern transportierte Männer der kolumbianischen Elitetruppen besetzten im Morgengrauen das kleine Lager, töteten die Verletzten und bemächtigten sich des Leichnams des Guerillaführers Raúl Reyes, der scheinbar in jenen Tagen ein Treffen mit jungen Besuchern anderer Nationalitäten hatte, welche daran interessiert waren, die Erfahrungen der Guerilla kennen zu lernen, die seit dem Tod des liberalen Führers Jorge Eliécer Gaitán vor mehr als 50 Jahren den bewaffneten Kampf bestreitet. Zu den Opfern gehörten Universitätsstudenten aus Mexiko und Ecuador, die keine Waffen trugen. Die Methode war brutal, im Stil der Yankees. Die Regierung von Ecuador hatte vor dem Angriff keinerlei Vorwarnung erhalten.

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24. August 2009

Ich habe mit Verwunderung die Agenturmeldungen vom Wochenende über die Innenpolitik der Vereinigten Staaten gelesen, aus denen ein systematischer Verschleiß von Präsident Barack Obamas Einfluss offensichtlich wird. Sein überraschender Wahlsieg wäre nicht ohne die schwere politische und wirtschaftliche Krise jenes Landes möglich gewesen. Die in Irak gefallenen bzw. verletzten US-amerikanischen Soldaten, der Skandal bezüglich der Foltern und geheimen Gefängnisse und die Wohnungs- und Arbeitsstellenverluste hatten die US-amerikanische Gesellschaft erschüttert. Die Wirtschaftskrise erstreckte sich auf die ganze Welt und verschlimmerte die Armut und den Hunger in den Ländern der Dritten Welt.

Solche Umstände ermöglichten die Aufstellung der Kandidatur von Obama und seine anschließende Wahl in einer traditionell rassistischen Gesellschaft. Mindestens 90% der schwarzen Bevölkerung, diskriminiert und arm, die Mehrheit der Wähler lateinamerikanischen Ursprungs und eine breite Minderheit der weißen Bevölkerung des Mittelstands und der Arbeiterklasse, besonders die jungen Menschen, haben für ihn gestimmt.

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19. August 2009

Vor kurzem habe ich über jene Pläne der Vereinigten Staaten gesprochen, die absolute Überlegenheit ihrer Luftstreitkräfte als Instrument der Beherrschung dem Rest der Welt aufzuzwingen. Ich erwähnte ihr Projekt, für das Jahr 2020 über mehr als eintausend Bomber und Jäger F-22 und F-35 der letzten Generation in ihrer Flotte von 2500 Militärflugzeugen zu verfügen. Weitere zwanzig Jahre danach werden alle ihre Kriegsflugzeuge von Automaten bedient werden.

Die Militärbudgets erhalten immer die Unterstützung der immensen Mehrheit der US-Abgeordneten. Es gibt kaum Bundesstaaten, wo die Beschäftigungslage nicht zum Teil von der Rüstungsindustrie abhängt.

Auf Weltebene und mit einem konstanten Wert haben sich die Militärausgaben in den letzten zehn Jahren verdoppelt, als ob es keinerlei Gefahr einer Krise geben würde. Im Augenblick ist es die erfolgreichste Industrie des Planeten.

Schon 2008 wurden circa 1,5 Billionen Dollar für die Rüstungsbudgets aufgewendet. In diesem Bereich fielen 42% der Ausgaben der Welt, d.h. 607 Milliarden, auf die Vereinigten Staaten – ohne die Kriegskosten zu berücksichtigen – während die Anzahl der Hungrigen auf der Welt 1 Milliarde Menschen erreicht.

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12. August 2009

Während der letzten Wochen war der jetzige Präsident der Vereinigten Staaten um den Beweis dafür bemüht, dass die Krise im Ergebnis seiner Anstrengungen zur Begegnung des schwerwiegenden, von den Vereinigten Staaten und der Welt von seinem Vorgänger ererbten Problems nachlässt.

Fast alle Wirtschaftsfachleute nehmen Bezug auf die im Oktober 1929 begonnene Wirtschaftskrise. Die vorhergehende hat Ende des 19. Jahrhunderts stattgefunden. Die unter den US-Politikern recht verbreitete Tendenz ist die zu glauben, dass alles in Richtung einer idyllischen, je erträumten Welt schreiten wird, sobald die Banken über genügend Dollar verfügen, um die Maschinerie des Produktionsapparats genügend einzuschmieren.

Unterschiede zwischen der so genannten Wirtschaftskrise der 30er Jahre und der jetzigen gibt es viele, aber ich werde mich auf einen der wichtigsten beschränken.

Aufgrund der riesigen, von Großbritannien im Krieg ausgegebenen Goldsummen hat der auf der Goldwährungseinheit basierende Dollar seit Ende des Ersten Weltkriegs das Pfund Sterling abgelöst. Kaum 12 Jahre nach jenem Krieg kam es in den Vereinigten Staaten zur großen Wirtschaftskrise.

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09. August 2009

Der Begriff Nation ist aus der Summe solcher gemeinsamer Elementen wie der Geschichte, der Sprache, der Kultur, der Gebräuche, der Gesetze, der Institutionen und anderer, mit dem materiellen und geistigen Leben zusammenhängender Faktoren der menschlichen Gemeinschaften entstanden.

Die Völker jenes Amerika, um deren Freiheit Bolivar die großen Heldentaten ausführte, welche ihn zum El Libertador (Befreier) machten, wurden von ihm dazu aufgerufen zu schaffen, was er wie folgt bezeichnete: „die größte Nation der Welt, und das weniger aufgrund ihrer Ausdehnung und Reichtümer, als aufgrund ihrer Freiheit und ihres Ruhmes“.

Antonio José de Sucre lieferte sich in Ayacucho die letzte Schlacht mit jenem Imperium, welches während über 300 Jahren einen Großteil dieses Kontinents in Eigentum der Spanischen Krone verwandelt hatte.
Es ist dasselbe Amerika, das einige Jahrzehnte später – als es schon teilweise vom gerade entstehenden Yankee-Imperium vereinnahmt worden war – von Marti als Unser Amerika bezeichnet wurde.

Es muss erneut daran erinnert werden, dass José Martí am 19. Mai 1895, wenige Stunden bevor er im Kampf um die Unabhängigkeit von Kuba – dem letzten Bollwerk der spanischen Kolonie in Amerika – gefallen ist, prophetisch geschrieben hat, dass alles, was er getan hatte und noch tun würde, mit dem Ziel erfolgte, um „…rechtzeitig durch die Unabhängigkeit von Kuba zu verhindern, dass sich die Vereinigten Staaten auf die Antillen ausbreiten und mit verstärkter Gewalt über unsere Länder von Amerika herfallen“.

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05. August 2009

Immerzu wieder lese ich die Angaben und Artikel, die von bekannten und weniger bekannten, intelligenten Persönlichkeiten verfasst wurden, die in verschiedenen Medien veröffentlichen und die Information solchen Quellen entnehmen, die von niemandem angezweifelt werden.

Die unseren Planeten bewohnenden Völker laufen überall auf der Welt aufgrund der Politik der Vereinigten Staaten wirtschaftliche, Umwelt- und Kriegsgefahren, aber in keiner anderen Region der Erde werden sie von solchen kritischen Problemen bedroht, wie deren Nachbarn, die Völker dieses Kontinents südlich von diesem hegemonischen Land.

Die Gegenwart solch eines mächtigen Imperiums, das auf allen Kontinenten und Ozeanen über Militärstützpunkte, Atom-Flugzeugträger und Atom-U-Boote, moderne Kriegsschiffe und hoch entwickelte Kampfflugzeuge und Träger für alle Arten von Waffen verfügt, und etliche hunderttausend Soldaten, für welche es absolute Straffreiheit fordert, stellt für jegliche Regierung das dar, was ihr die bedeutendsten Kopfschmerzen bereitet, unabhängig davon, ob sie links oder rechts orientiert ist oder der Mitte angehört, bzw. ob sie Verbündete der Vereinigten Staaten ist oder nicht.

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23. Juli 2009

Das gestern vom Nobelpreisträger Oscar Arias verlesene, unendlich lange Dokument ist viel schlimmer als die 7 Punkte der Kapitulationsurkunde, die er am 18. Juli vorgeschlagen hatte.

Es ist nicht so, dass er sich über einen Morsealphabetschlüssel mit der Weltöffentlichkeit verständigte. Er sprach vor den Fernsehkameras, die sein Abbild wiedergaben und alle Einzelheiten des menschlichen Gesichts, das normalerweise so viele Variablen wie die Fingerabdrücke einer Person aufweist. Jede lügnerische Absicht kann sehr einfach entdeckt werden. Ich habe ihn aufmerksam beobachtet.

Von den Fernsehzuschauern wusste die große Mehrheit, dass in Honduras ein Putsch stattgefunden hat. Über dieses Massenmedium wurde über die in der OAS, der UNO, dem SICA, auf dem Gipfel der Blockfreien und auf anderen Foren gehaltenen Reden berichtet. Die meisten von ihnen konnten die Gewalttätigkeiten und Schikanen gegen die Bevölkerung und deren Unterdrückung bei solchen Aktivitäten beobachten, bei denen sogar einige hunderttausend Menschen zusammengekommen waren, die gegen den Putsch protestierten.

Am sonderbarsten ist, dass Arias bei der Darlegung seines neuen Friedensvorschlags nicht delirierte; er glaubte an das, was er sagte.

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21. Juli 2009

Der von der extremen Rechten der Vereinigten Staaten – welche in Mittelamerika die von Bush geschaffene Struktur aufrecht erhielt – und vom State Department geförderte Putsch von Honduras entwickelte sich aufgrund des energischen Widerstands der Bevölkerung nachteilig.

Das kriminelle Abenteuer, das einstimmig von der Weltöffentlichkeit und den internationalen Organisationen verurteilt wurde, konnte sich nicht halten.

Die Erinnerung an die Gräueltaten, die in den gerade vergangenen Jahrzehnten von den durch die Vereinigten Staaten in unserer Hemisphäre geförderten, ausgebildeten und bewaffneten Tyranneien begangenen wurden, war noch recht frisch.

Die Bemühungen des Imperiums während der Clinton-Regierung und in den Folgejahren gingen dahin, zur Verwirklichung des Plans beizutragen, allen Ländern Lateinamerikas über die so genannten Gipfel von Amerika den Freihandelsvertrag aufzuzwingen.

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16. Juli 2009

Die Zusammenkunft in Costa Rica brachte keinen Frieden und konnte nicht zum Frieden führen. Die Bevölkerung von Honduras befindet sich nicht im Krieg, es ist nur so, dass die Putschisten die Waffen gegen sie anwenden. Von ihnen müsste die Einstellung ihres Krieges gegen das Volk gefordert werden. So eine Versammlung zwischen Zelaya und den Putschisten dient nur dazu, den verfassungsmäßigen Präsidenten zu demoralisieren und die Energien des honduranischen Volkes aufzubrauchen.

Der Weltöffentlichkeit ist das Geschehen in jenem Land durch das von internationalen Fernsehstationen verbreitete Bildmaterial bekannt, vor allem von Telesur, Sender, der ohne Zeit zu verlieren jedes einzelne der Ereignisse in Honduras getreu übertragen hat, außerdem die gehaltenen Reden und die einstimmigen Vereinbarungen der internationalen Organisationen gegen den Putsch.

Die Welt konnte die den Männern und Frauen versetzten Schläge verfolgen, die Unmengen von gegen die Menschenmasse geschleudertem Tränengas, die plumpen Gesten mit Kriegswaffen und die zur Einschüchterung der Bürger, oder um diese zu verletzen bzw. zu ermorden, abgegebenen Schüsse.

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10. Juli 2009

Die Länder Lateinamerikas waren dabei, im Rahmen einer relativ verfassungsmäßigen Ordnung gegen die schlimmste Finanzkrise der Geschichte anzukämpfen.

Als Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten in Moskau zu Besuch war, um dort vitale Themen bezüglich der Atomwaffen zu behandeln – erklärte, dass Manuel Zelaya der einzige verfassungsmäßige Präsident von Honduras sei, manövrierten die extreme Rechte und die Falken in Washington, damit jener den erniedrigenden Pardon für die ihm von den Putschisten zugeschriebenen Gesetzwidrigkeiten aushandele.

Es lag auf der Hand, dass vor den Seinigen und vor der Welt solch eine Handlung sein Verschwinden von der politischen Szene bedeuten würde.

Es ist bewiesen, dass Zelaya entschlossen war, sein Versprechen einzulösen, die brutale, von den Putschisten ausgeübte Repression gemeinsam mit seinem Volk zu begegnen, als er seine Rückkehr für den 5. Juli ankündigte.

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28. Juni 2009

In der Reflexion, die ich vor drei Tagen, am Donnerstag, 25. Juni, geschrieben habe, sagte ich: „Wir wissen nicht, was in dieser Nacht oder morgen in Honduras geschehen wird, aber die mutige Haltung Zelayas wird in die Geschichte eingehen.“

Zwei Absätze zuvor hatte ich darauf hingewiesen: „Was dort vor sich geht, wird eine Prüfung für die OAS und für die gegenwärtige US-Administration sein.“

Die prähistorische interamerikanische Institution traf sich am folgenden Tag in Washington und versprach in einer glanzlosen und schüchternen Erklärung versprach sie, sofort die angemessenen Maßnahmen zu ergreifen, um zur Harmonie zwischen den beiden streitenden Seiten beizutragen. Das heißt, eine Verhandlung zwischen den Putschisten und dem verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras.

Der Kommandierende des Militärs, der die Befehlsgewalt über die honduranischen Streitkräfte behielt, gab öffentlich Erklärungen ab, die den Positionen des Präsidente widersprachen, während er nur formell dessen Autorität anerkannte.

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25. Juni 2009

Ich unterbreche die Arbeit über ein historisches Ereignis, die mich seit zwei Wochen beschäftigt, um mich mit dem verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras José Manuel Zelaya zu solidarisieren.

Es war beeindruckend, ihn in Telesur zu sehen, wie er durch eine Rede das honduranische Volk mitreißt. Er erhob energisch öffentlich Anklage gegen die plumpe Verweigerung der Reaktion einer wichtigen Volksbefragung. Das ist die vom Imperialismus verfochtene „Demokratie“. Zelaya hat auf keinerlei Art und Weise das Gesetz verletzt. Er hat keine Gewalt angewandt. Er ist der Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Honduras. Mit dem, was dort demnächst geschieht, werden die OAS und die jetzige Regierung der Vereinigten Staaten auf die Probe gestellt werden.

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11. Juni 2009

Ich habe gestern die Podiumsgespräch-Sendung gehört. Unter anderem wurde die Operation Peter Pan analysiert, eine der widerlichsten Handlungen der gegen unser Land durchgeführten moralischen Aggression. Das Thema elterliche Sorge ist äußerst empfindlich. Es war ein abstoßender Tiefschlag. In einem der Romane von Michael Scholochow, den ich Jahre später gelesen habe, wird diese Verleumdung erwähnt, die schon gegen die Oktoberrevolution von 1917 verwendet worden war.

Der Urheber der Operation gegen Kuba war Monsignore Wals, ein dem Bischof von Miami unterstehender, US-amerikanischer katholischer Pfarrer.

Die Operation wurde im Verlaufe des Jahres 1960 begonnen. Wie bekannt, hatte unsere Revolution den Ausreisen aus dem Land keinerlei Hindernis in den Weg gelegt. Sie sollte das freiwillige Werk eines freien Volkes sein. Die imperialistische Antwort war, unter anderen schwerwiegenden Aggressionen, Peter Pan.

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08. Juni 2009

Am Donnerstag, den 4. Juni hat Obama an der Islamischen Universität Al-Azhar in Kairo eine Rede von besonderem Interesse für diejenigen unter uns gehalten, die seine politischen Handlungen aufgrund der enormen Macht der von ihm regierten Supermacht mit besonderem Interesse verfolgen. Ich werde seine eigenen Worte verwenden, um das aufzuzeigen, was meines Erachtens die von ihm zum Ausdruck gebrachten Grundideen waren und werde so, um Zeit zu sparen, seine Rede zusammengefasst wiedergeben. Wir sollten nicht nur wissen, was er gesagt hat, sondern auch worüber er gesprochen hat.

„Wir sind in einem Augenblick der Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und den Muslimen auf der ganzen Welt zusammengekommen…”

„Die Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen schließt Jahrhunderte der Koexistenz und Zusammenarbeit ein, aber ebenfalls Konflikte und religiöse Kriege.”

„…der Kolonialismus hat vielen Muslimen Rechte und Chancen verweigert, … der kalte Krieg hat oft die Länder mit muslimischer Mehrheit als Agenten genutzt, ohne ihre eigenen Erwartungen zu berücksichtigen.”

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Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der kubanischen Botschaft in Berlin. Die Originaltexte finden Sie in der Granma, Parteiorgan der Kommunistischen Partei Kubas (PCC).
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