| Die vergifteten Kinder |
| Freitag (22.01.10), 12:00 Uhr | 3Sat | |
|
Tödliche Profitgier in Peru. 4000 Meter hoch in den peruanischen Anden liegt “La Oroya”. Eine Stadt, die es zu einer traurigen Berühmtheit gebracht hat: La Oroya zählt zu den zehn am stärksten vergifteten Orten der Welt! Verursacher ist die riesige Schmelzhütte “Doe Run”, Tochter eines amerikanischen Mutterkonzerns. Erze und andere Metalle werden in der Hütte kostengünstig für den Weltmarkt geschmolzen und verarbeitet. Die seit Jahren geforderten Umweltauflagen aber ignorieren die Betreiber. Tagtäglich bläst der gigantische Schornstein der Schmelzhütte bis zu 800 Tonnen giftiger Gase in die Luft, Abwässer werden ungefiltert in den Fluss geleitet. Fast alle der 30.000 Einwohner der Stadt sind vergiftet, besonders betroffen sind die Kinder, viele sterben. Trotzdem wagt kaum eine Familie in La Oroya gegen die Schmelzhütte zu protestieren, ihre Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von ihr ab. Einzig ein Mann kämpft seit Jahren für die Menschen von La Oroya: der katholische Bischof Pedro Barreto. | |
| Weitersagen: | Tweet |
- Die vergifteten Kinder von La Oroya (28. September 2009)
- Blei im Blut (23. Mai 2009)
- Sao Paulo (07. September 2011)
- Megacities – Sao Paulo (25. November 2008)
- Urlaub mit Papageien und Brüllaffen (27. November 2010)
- Die Pyramiden von Teotihuacán (24. Oktober 2009)
- Unterwegs in Mexiko-Stadt (19. August 2011)
- Mission und Kolonialisierung (20. Dezember 2009)

