Fernsehtipps Nicaragua
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| Dienstag (23.08.11), 2:45 Uhr | Phoenix | |
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In Nicaragua wurde die Revolution zwar lange abgewählt, aber die Ideale werden hochgehalten. Trotzdem: Jugendgewalt, Migration und Armut prägen das Bild Zentralamerikas, doch die Einwohner wollen das ändern. Junge und Alte dominieren das dörfliche Bild von Intipucá in El Salvador. Das Städtchen hat mit die größte Abwanderungsquote. Es gibt sogar ein Denkmal des ersten Emigranten und seit Kurzem den ersten bekennenden bisexuellen Bürgermeister. In der Hauptstadt San Salvador prägen Gewalt und Drogen die Gesellschaft. Mit Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen werden auch dort Hilfsprojekte ins Leben gerufen. Im Petén in Guatemala kümmert sich der deutsche Architekt Dieter Zimmer um den Erhalt von Mayastätten. Geografisch gesehen, sind wir längst in Nordamerika. Und die Mexikaner legen auch viel Wert darauf, dass dem so ist. Ein Touristenmagnet ist die Karibikküste um Cancún. Für die Einwohner bedeutet es Geld. Doch das Ökosystem an der Küste leidet: die Mangrovenwälder sterben, was auch globale Folgen hat. Auf dem Weg zur letzten Station der Reise geht es über Puebla nach Mexiko-City. Ein Moloch – der richtige Nährboden für Kunst und Kultur. Der Künstler Miguel Ventura provoziert gerne mit Nazisymbolik und sieht durchaus eine gewisse Kontinuität in unserer heutigen globalen Gesellschaft. | |
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| Mittwoch (13.07.11), 19:50 Uhr | MDR | |
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22 Jahre nach dem Fall der Mauer sind Ostdeutsche auf der ganzen Welt zu Hause. Heute besuchen wir Corinna Hoberg aus Magdeburg in Nicaragua. Über den Sport schaffte sie es sogar bis in die Leibgarde des Präsidenten Daniel Ortega. Diese Geschichte ist fast zu unglaublich, um wahr zu sein. Corinna Hoberg war gerade 18, als sie beschloss, mit ihrem nicaraguanischen Freund in dessen Heimat auszuwandern. Die Eltern waren wenig begeistert, konnten Corinna aber nicht aufhalten. Spanisch konnte die junge Frau aus Magdeburg zwar kein Wort. Dafür hatte sie ein anderes Talent: Schwimmen. | |
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| Samstag (9.07.11), 8:35 Uhr | Arte | |
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In “Mal’ mir ein Märchen!” werden bekannte Volksmärchen erzählt, während ein Künstler die Geschichte mit Bildern illustriert. Ob mit Aquarell, Bleistift oder als Collage – jedes Mal kommt dabei eine andere Technik zum Einsatz. Diese Fabel vom Volk der Miskito aus Nicaragua erzählt von einem Stier, der im Dschungel auf einen in einer Falle gefangenen Jaguar trifft. Der Stier hat Mitleid mit dem Jaguar und hilft ihm, sich zu befreien. Kaum ist der Jaguar frei, wendet er sich gegen den Stier und versucht, ihn zu fressen. “Dankst du so jemandem, der dir einen Gefallen getan hat?”, fragt der Stier empört. Der Jaguar denkt jedoch nicht, dass man für einen Gefallen dankbar sein muss. Sie beschließen, drei verschiedene Tiere um ihre Meinung zu dem Thema zu bitten. Wenn die Mehrheit dem Stier zustimmen sollte, würde der Jaguar von dannen ziehen. Sollte die Mehrheit jedoch auf der Seite des Jaguars sein, würde er den Stier bei lebendigem Leibe verspeisen. | |
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| Dienstag (5.07.11), 22:45 Uhr | ARD | |
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Der harte Kampf gegen die Drogensucht. Riesige Mangrovensümpfe, Lagunen, Dschungel, Hitze, extreme Luftfeuchtigkeit, das waren die Lebensbedingungen in Bismuna, einem Indianerdorf an der Atlantikküste Nicaraguas. Hierher wurden vor zwölf Jahren drei drogenabhängige deutsche Jugendliche geschickt – als Alternative zu deutschen Heimen oder Gefängnissen. Die intensive Mitarbeit bei einem Entwicklungsprojekt sollte sie von ihrer Sucht befreien. Bei ihrem Betreuer Dieter Dubbert gingen die Drei durch eine harte Schule. Es galt das Prinzip: Wer nicht arbeitet, der isst auch nicht; wer Drogen nimmt, muss schweres körperliches Training absolvieren. Gleichzeitig erfuhren die Jugendlichen zum ersten Mal in ihrem Leben Anerkennung für erbrachte Leistungen. Soweit die Handlung in Uli Kicks preisgekröntem Dokumentarfilm „Bismuna – Ein Abenteuerfilm” 1999. Der Film „Zurück in Bismuna” ist jetzt, zwölf Jahre später, sozusagen die Fortsetzung der Lebensgeschichten von Christian, Finn, Moritz und Dieter Dubbert. | |
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| Dienstag (21.06.11), 15:00 Uhr | BR Alpha | |
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Die Fischerfamilie Coriado-Inarte lebt in Nicaragua im Küstenstädtchen San Juan del Sur. Maria, 57 Jahre alt und Mutter des Clans, erinnert sich nicht mehr genau, wie viele Kinder sie im Laufe der Jahre geboren hat. “Aber zwölf waren es mindestens!” ist sie sich sicher. Vater Porfirio, 59, möchte mit den Söhnen Carlos und Bayardo und dem Enkel Oswaldo hinaus zum Fischen fahren. Dafür braucht man Geld – für Sprit und die Hafenpolizei. Alle hoffen, dass der Gewinn für den Fang höher ausfällt als diese Investition, was längst nicht immer der Fall ist. Tochter Maria Eugenia ist alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern. Sie hat nur einen Wunsch für die Zukunft: Sie möchte einen Ehemann, denn ohne einen “Esposo” gilt eine Frau in dem Land, in dem der Machismo allgegenwärtig ist, nichts. | |
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| Dienstag (21.06.11), 14:15 Uhr | EinsFestival | |
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Gequältes Paradies. Indiana Fuentes gilt im wilden Norden Nicaraguas als gefährliche Störerin. Wenn die 32-jährige Staatsanwältin für Umweltschutz durch die Dorfstraßen läuft, folgen ihr lauernde, feindselige Blicke. Wenn sie auf Ermittlung tief in den Wald reitet, schützen sie Kalaschnikows. Vor kurzem raunte ihr ein Mann zu: “Bald wirst du mit dem Rücken nach oben in unserem Fluss treiben.” Indiana Fuentes erhält Todesdrohungen, weil sie den größten verbliebenen Regenwald Mittelamerikas schützt: Bosawas – 7.400 Quadratkilometer teils bergiges Land, durch das Hunderte Flussläufe und Bäche ziehen, ein Refugium für Tausende Tier- und Pflanzenarten. | |
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| Sonntag (19.06.11), 15:15 Uhr | EinsPlus | |
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Weltreisen. Die Reportage von ARD-Korrespondent Stefan Rocker führt ins Herz von Zentralamerika, zu Dörfern am Rio San Juan in Nicaragua, mit ihren armen aber lebensfreudigen Menschen und in Naturschutzgebiete mit ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Sie führt zu Indio-Gemeinden in Panama, die sich der Moderne nicht verweigern, die aber im Einklang mit der Natur und ihren Bräuchen leben wollen. Panama hat ihn und wird ihn sogar ausbauen – Nicaragua träumt von ihm: vom Kanal, der Pazifik und Atlantik verbindet. Wasser gibt es hier an den schmalsten Stellen des amerikanischen Kontinents im Überfluss. Öffnet dazu der Himmel noch seine Schleusen, dann regnet es meist wie aus Kübeln. Und dann heißt es nicht selten: Land unter. Das einzige Fortbewegungsmittel, das zuverlässig funktioniert, ist das Boot. In Nicaragua und Panama gibt es ausgedehnte Regenwaldgebiete, die nur über verschlungene Wasserwege erreichbar sind. | |
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| Samstag (4.06.11), 22:30 Uhr | Phoenix | |
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“Bananas!*” erzählt vom Kampf nicaraguanischer Plantagenarbeiter um Entschädigung vor einem US-amerikanischen Gericht. Auf der Anklagebank: der Fruchtkonzern Dole, der die Gesundheit der Bananeros vorsätzlich aufs Spiel gesetzt haben soll. In Nicaragua selbst ist es nicht gelungen. Aber vielleicht wird es der Rechtsanwalt Juan Domínguez in Los Angeles schaffen, die Klage von zwölf Arbeitern gegen den Fruchtriesen Dole erfolgreich durchzusetzen und ihn zur Zahlung zu zwingen. Der Vorwurf ist schwer. Obwohl die gesundheitlichen Risiken bekannt waren, soll Dole weiterhin mit Pestiziden auf DBCP-Basis (Dibromchlorpropan) gearbeitet haben. Folgen eines Kontakts mit diesen Mitteln, den die Arbeiter auf den Plantagen täglich hatten, können Sterilität, Leber- und Nierenschäden sein. | |
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| Freitag (20.05.11), 16:00 Uhr | HR | |
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Länder – Menschen – Abenteuer. Das riesige Biosphärenreservat Indio-Maiz entlang des Flusses Rio San Juan bis an die Karibik-Küste ist das Herzstück des grenzübergreifenden Peace-Parks “SI-A-PAZ” – “Ja zum Frieden”. Die Stadt Greytown an der Mündung des Rio San Juan erlebte ihre Blütezeit während des Goldrauschs in Amerika. Deshalb sollte Ende des 19. Jahrhunderts von ihr ausgehend ein Kanal gebaut werden, um den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean zu verbinden. Ein Vulkanausbruch brachte die Pläne zum Erliegen. So wurde der Kanal in Panama gebaut. Für das Land Nicaragua war das eine ökonomische Katastrophe, für die Natur entlang des San Juan ein Geschenk. | |
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| Donnerstag (19.05.11), 16:00 Uhr | HR | |
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Länder – Menschen – Abenteuer. Das Naturreservat Los Guatuzos im Grenzgebiet von Nicaragua zu Costa Rica ist ein Feuchtgebiet voller Leben: Dreizehenfaultiere, Zischnattern, Sackflügelfledermäuse und eine riesige Vogelwelt sind hier zu finden. Seit 1990 steht es unter Schutz. 36 vulkanische Inseln bilden den Solentiname-Archipel im Südosten des Nicaragua-Sees. Fauna und Flora dieser Urwaldperlen im Nicaragua-See inspirieren die Künstler von Solentiname, ermuntert von Ernesto Cardenal, dem berühmten Priester, Dichter und Revolutionär. | |
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| Donnerstag (30.09.10), 8:00 Uhr | Arte | |
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360° – Geo Reportage. Die Angehörigen des indigenen Volkes der Miskito an der Küste Nicaraguas sind begnadete Taucher. Um an die wertvollen karibischen Langusten zu kommen, tauchen sie bis zu 40 Meter tief und das bis zu 15 Mal am Tag. Moncado McCanley und sein Sohn, Angehörige des indigenen Volkes der Miskito, bereiten sich für einen Tauchgang vor. Wie die meisten der nicaraguanischen Langustentaucher haben die beiden kein eigenes Boot. Stattdessen heuern sie auf einem großen Industrieboot an, das in den nächsten zwei Wochen Hunderte Langusten fangen will. An der Miskitoküste im Osten Nicaraguas ist das der einzige Job – und ein gut bezahlter dazu. Doch die Männer riskieren bei jedem Tauchgang ihr Leben. Angeblich zum Schutz der Indianer will die Regierung in zwei Jahren das Tauchen nach Langusten verbieten – doch dagegen wehren sich die Miskito. Das Tauchen und Fangen der weltweit begehrten karibischen Langusten ist ihre einzige Einkommensquelle. | |
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| Sonntag (11.07.10), 14:30 Uhr | BR Alpha | |
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Revolutionär im Paradies – Zum 85. Geburtstag von Ernesto Cardenal. Es gibt nur wenige Persönlichkeiten in Lateinamerika, die man in Deutschland so gut kennt wie Ernesto Cardenal. Er ist Dichter und beteiligte sich 30 Jahre lang an der Revolution gegen die Diktatur der Familie Somoza in Nicaragua. Nach dem Sieg der Revolution 1979 war er elf Jahre Kulturminister in der Regierung. Willi Streit ist auf die Reise nach Nicaragua gegangen, um die Stationen des vielseitigen Lebens einer vielschichtigen, manchmal auch umstrittenen Persönlichkeit nachzuzeichnen. | |
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| Freitag (4.06.10), 1:30 Uhr | 3Sat | |
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Perlen des Regenwaldes (2/2). Der Soldatenara steht kurz vor der Ausrottung. In seinem wichtigstem Brutgebiet fällt hektarweise Regenwald den Motorsägen zum Opfer. Mit jedem gefällten Almendro-Baum verringert sich die Zahl der Niststätten und Nahrungsquellen für den Papagei. Im Grenzgebiet von Costa Rica und Nicaragua ist er zum Symboltier für den Kampf um die Erhaltung des einzigartigen Ökosystems geworden. Costa Rica will den Soldatenara retten, indem es den Maquenque-Nationalpark genau in jener Region einrichtet, in der die Vögel traditionell ihre Jungen aufziehen. Auf der anderen Seite des Rio San Juan, im nicaraguanischen Biosphärenreservat Indio-Maiz, dem größten zusammenhängenden Primärwald Mittelamerikas, kommt der Soldatenara noch recht häufig vor. | |
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| Freitag (4.06.10), 0:50 Uhr | 3Sat | |
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Perlen des Regenwaldes (1/2). Das Naturreservat Los Guatuzos im Grenzgebiet von Nicaragua zu Costa Rica ist ein Feuchtgebiet voller Leben: Dreizehenfaultiere, Zischnattern, Sackflügelfledermäuse und eine riesige Vogelwelt sind hier zu finden. Seit 1990, dem letzten Jahr der sandinistischen Regierung, steht es unter Schutz. Damals endete auch der achtjährige Krieg, in dem die Contra-Rebellen zum Teil von Costa Rica aus die Sandinisten in Nicaragua bekämpft hatten. Bewohner der Grenzregion, die vor dem Blutvergießen nach Costa Rica geflohen waren und nun in ihre Dörfer zurückkamen, fanden sich plötzlich in einem Reservat mit strengen Auflagen wieder. Eine nicaraguanische Naturschutzorganisation hat zahlreiche Projekte gestartet, damit die Menschen wieder von den Schätzen der Flüsse und des Regenwaldes südlich des Nicaragua-Sees leben können, ohne sie zu zerstören. 36 vulkanische Inseln bilden den Solentiname-Archipel im Südosten dieses größten mittelamerikanischen Sees. | |
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| Samstag (1.05.10), 11:00 Uhr | Phoenix | |
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tag7. “Damit ist Schluss!”, erklärt Yamileth Chavarria selbstbewusst, “das Schweigen gehört ein für allemal der Vergangenheit an.” Eine kleine Radiostation hat sie gegründet – mitten im Dschungel von Nicaragua. “Palabra de Mujer – Wort der Frau” heißt der Sender, mit dem die 35-jährige gegen die Macho-Kultur in ihrem Land kämpft. Als schwatzhafte Hexe geht sie täglich auf Sendung und denunziert im Plauderton namentlich Männer, die ihre Frauen und Kinder misshandeln. Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Arbeitslosigkeit und Alkoholismus bestimmen vor allem den Alltag der Männer, die ihre Aggressionen ungehemmt zuhause ausleben. Das traditionelle Rollenverständnis ist in Nicaragua noch weit verbreitet, Frauen sind hier nicht viel wert. Jede Dritte wird von ihrem Mann regelmäßig geschlagen oder vergewaltigt. Die meisten Frauen schweigen aus Scham – und aus Angst, denn nicht selten verweigert selbst die Polizei die Annahme einer Anzeige, vor allem dann, wenn sie mit dem Täter bekannt sind. | |
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| Dienstag (6.04.10), 23:35 Uhr | BR | |
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Spielfilm – USA – 1982. Der amerikanische Fotojournalist Russel Price verlässt den Tschad, als der Kampf der revolutionären Sandinisten gegen den Diktator Somoza in Nicaragua 1979 die entscheidende Phase erreicht. In Südamerika erhofft er sich spektakulärere Bilder, als der Krieg in Afrika sie hergibt. Seine Kollegin Claire Stryder begleitet ihn. Sie war bisher mit Alex Grazier liiert, der ebenfalls als Journalist arbeitet, hat sich jetzt aber für Price entschieden. In Nicaragua lernen die beiden den zwielichtigen Jazy kennen. Als Price endlich den charismatischen Guerillaführer Rafael aufnehmen kann, ist es nicht das Foto, von dem er träumt, denn Rafael ist tot. Price lässt ihn jedoch in seinem Bild auf Drängen der Sandinisten auferstehen und wird dadurch selber in den Strudel der Revolution hineingezogen, über die er nur berichten wollte… | |
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| Montag (22.03.10), 1:15 Uhr | HR | |
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Camilo Mejia ist der Sohn eines nicaraguanischen Komponisten. Im Jahr 1995 emigriert er in die USA. Als Angehöriger der Nationalgarde wird er in den Irakkrieg abkommandiert. Nach sechsmonatigem Einsatz verlässt er als erster Deserteur des Irakkrieges bei einem zweiwöchigen Heimaturlaub die US-Armee. Der zweite Protagonist des Dokumentarfilms ist der Mexikaner Fernando Suarez. Er und seine Frau verloren ihren 19-jährigen Sohn Jesus in diesem Krieg. Jesus Suarez war der erste Mexikaner, der im Irakkrieg getötet wurde. Filmemacher Peter Lilienthal thematisiert nicht nur die Legitimität des Krieges der US-Armee im Irak, sondern fragt weiter: Wer sind die Opfer der Kriege? Warum lassen Väter ihre Söhne in den Krieg ziehen? | |
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| Montag (18.01.10), 2:05 Uhr | RBB | |
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Weltspiegel.Um an die Macht zu kommen, hatte Nicaraguas linker Präsident Daniel Ortega einen „Wahl-Pakt“ mit der katholischen Kirche geschlossen. Seitdem ist in dem mittelamerikanischen Land jedwede Abtreibung verboten, selbst bei Gefahr für das Leben werdender Mütter. Und jedes Jahr sterben Dutzende Frauen, weil sie nicht abtreiben dürfen. | |
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| Samstag (20.06.09), 5:20 Uhr | VOX | |
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Lieber arbeiten in Nicaragua als faul am Strand luegen in Thailand – das ist das Motto von Felicitas Eser und Lena Handschuh. Die beiden Abiturientinnen haben sich für ein freiwilliges Jahr in Mittelamerika entschieden. Hier ein kleiner Ausblick: Anders als viele ihrer Mitschüler wollen Felicitas (19) und Lena (20) nicht nur als Touristen die Welt kennenlernen, sondern sich dabei sozial engagieren. Im Rheingau war die 19-jährige Felicitas Weinkönigin, jetzt unterrichtet sie Vorschulkinder in Nicaragua. Ihre neue Heimat ist Ocotál im gebirgigen Norden des Landes. Felicitas und Lena reisen ins von Kolonialbauten geprägte Schmuckstädtchen Granada. Mit der Pferdekutsche erkunden sie das Zentrum, ehe sie sich mit dem Bus weiter Richtung Rio San Juan aufmachen. | |
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| Mittwoch (11.03.09), 2:45 Uhr | Phoenix | |
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Wasser gibt es im Überfluss. Im Osten der Atlantik, im Westen der Pazifik. Öffnet dazu der Himmel noch seine Schleusen, dann regnet es meist wie aus Kübeln. Und dann heißt es nicht selten: Land unter. Das einzige Fortbewegungsmittel, das zuverlässig funktioniert, ist das Boot. Die Rede ist von Nicaragua und Panama in Zentralamerika. In beiden Ländern gibt es ausgedehnte Regenwaldgebiete, die nur über verschlungene Wasserwege erreichbar sind. Und beide Länder verbindet noch etwas: Panama macht sich gerade daran, die berühmte Wasserstraße zwischen den beiden Meeren zu erweitern. Nicaragua träumt davon, bald einen eigenen Kanal zwischen Atlantik und Pazifik zu bauen. | |
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| Freitag (6.02.09), 10:30 Uhr | EinsFestival | |
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Deutsche Jugendliche auf Drogenentzug in Nicaragua. Die Jugendlichen Christian, Finn und Moritz aus Norddeutschland hatten bereits eine einschlägige Drogenkarriere hinter sich. Von Eltern und Heimerziehern aufgegeben, schien ihr Weg in die Kriminalität vorgezeichnet: Drogendelikte, Diebstähle, Körperverletzung – und am Ende oft mehrjähriger Knast. Doch dann trafen sie auf Dieter Dubbert. Der Diplom-Pädagoge lebt im Indianerdorf Bismuna in Nicaragua unter denselben Bedingungen wie die Ureinwohner und arbeitet dort mit straffälligen und drogenabhängigen Jugendlichen, mit denen in Deutschland keiner mehr etwas anzufangen weiß. Der Verein ‘Kinder- und Jugendhilfe-Verbund e.V.’ schickt auf Weisung von Jugendämtern und Gerichten sogenannte ‘Unverbesserliche’ jeweils für mehr als ein Jahr zu Dieter Dubbert in den Urwald. | |
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| Samstag (6.12.08), 19:00 Uhr | Arte | |
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Im geographischen Zentrum Nicaraguas, mitten im Dschungel, macht eine Radiostation mit dem Namen „Wort der Frau“ auf sich aufmerksam. Yamileth Chavarria hat sie vor sieben Jahren gegründet, als ein Orkan ihren Heimatort „Bocana de Paiwas“ verwüstete. Ursprünglich gedacht als Frühwarnsystem hat sich das Radio schnell einem ganz anderen Ziel verschrieben: dem Kampf gegen den alltäglichen Machismus. In speziellen Sendungen denunziert Yamileth die Männer des Ortes, die ihre Frauen misshandeln. Da die Radiostation der einzige Sender ist, den die Menschen weit und breit empfangen, macht die Neuigkeit schnell die Runde im Dorf. Die mutige Radiomacherin erhofft sich, auf diesem Weg ein Zeichen zu setzen gegen das Versagen der Justiz, die selbst Frauenmorde oft nicht zur Anklage bringt. | |
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| Samstag (15.11.08), 6:00 Uhr | Arte | |
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ARTE Reportage. Vor 30 Jahren besetzten Guerilleros der Sandinistischen Befreiungsfront den Nationalpalast in Managua. Über Jahrzehnte herrschte dort die Familie Somoza, eine der brutalsten Diktaturen Mittelamerikas. | |
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| Donnerstag (9.10.08), 11:15 Uhr | Arte | |
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Zapping International. Das Must am Sonntagabend ist in Nicaragua die politische Satiresendung “Los hulosos”. Sie wird auf dem führenden Privatsender Canal 2 ausgestrahlt. Die Kultsendung mit den Plastikpuppen wurde während der Kampagne zu den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2005 eingeführt und parodierte humorvoll die Absurditäten dieses unglaublichen Gerangels um die Macht. Angesichts des enormen Erfolges der “Hulosos” reagierte der Konkurrent Canal 8, der zweite große Privatsender des Landes, mit der Animationssendung “Pica Pica”. Sie behandelt ebenfalls das aktuelle politische Geschehen. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz: Die konservative Partei lancierte ebenfalls eine Trickfilmsendung: “La culebrita”. Darin symbolisiert jedes Tier einen Politiker. | |
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| Freitag (6.06.08), 14:00 Uhr | Arte | |
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WunderWelten. In Awas Tingni, einem kleinen Dorf am Rio Wawa an der Atlantikküste Nicaraguas, leben die 850 Angehörigen des Stammes der Mayagna. “WunderWelten” gewährt Einblicke in das Leben dieser Indianer und schildert vor allem deren Kampf um die Rechte an ihrem angestammten Gebiet. Sie zogen gegen ihren eigenen Staat vor Gericht, denn 1996 verkaufte die Regierung Nicaraguas 90.000 Hektar des indianischen Landes an ein koreanisches Forstunternehmen. | |



