lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Fernsehtipps Bolivien

Fernsehtipps Bolivien
Montag (2.01.12), 22:50 Uhr | ZDF Theater

Kokain – Von der Schickeria- zur Straßendroge. Der Rohstoff für die Droge Kokain wird aus der in Südamerika heimischen Koka-Pflanze gewonnen, die den Ureinwohnern der Andenregion als heilig gilt. Für die meisten Menschen ist Koka gleich Kokain. Und Kokain bedeutet Gewalt und Terror. Darum finanzieren vor allem die USA jährlich mit Hunderten Millionen Dollar einen militärischen Feldzug gegen den Koka-Anbau in den Andenländern Südamerikas. Für Diana aus Kolumbien hingegen ist dieser “Krieg gegen die Drogen” Völkermord und der Kampf gegen die Koka-Pflanze nur ein Vorwand für die fortschreitende Vernichtung der indigenen Bevölkerung. Die Dokumentation begleitet Diana von den entlegenen Koka-Anbaugebieten Kolumbiens über das Amazonasbecken Perus – hier trifft sie die politische Koka-Aktivistin Elsa Malpartida – bis hinauf zu den atemberaubenden Andengipfeln Boliviens, des Landes, in dem ein ehemaliger Koka-Bauer Präsident geworden ist.

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Montag (19.09.11), 14:35 Uhr | National Geographic Channel

Consecuencias. Kolumbien 2007. Die Ureinwohner Lateinamerikas, die indigenen Völker, wurden über Jahrhunderte von den aus Europa stammenden Eroberern und Einwanderern unterdrückt. Doch vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind überall auf dem Kontinent einflussreiche und schlagkräftige Bewegungen entstanden, die für die Gleichberechtigung der Indios kämpfen. Am stärksten sind diese Bewegungen in der Andenregion. Seit dem 22. Januar 2006 hat die Republik Bolivien zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Präsidenten indianischer Herkunft: Evo Morales. Ob sein Beispiel Schule macht? Consecuencias dokumentiert das neue Selbstbewusstsein der indigenen Völker Südamerikas.

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Sonntag (11.09.11), 2:15 Uhr | Phoenix

Der bolivianische Salzsee. Die Sonne brennt, ein eisiger Wind weht. Klaus Weidmann und sein Team befinden sich auf knapp 4.000 Metern Höhe in den Anden Boliviens. Vor ihnen liegt der Salar de Uyuni, der größte Salzsee Südamerikas. “Salzpalast” heißt das Hotel, das hier mit Betten, Stühlen und Schränken aus Salz dem Gast ein unvergessliches Erlebnis bereiten will. Jenseits der chilenisch-bolivianischen Grenze erreicht das Team das Tal des Mondes. Lamas begleiten es durch die bizarren Felsformationen und Sanddünen. Hier ruht “Miss Chile”, die am besten erhaltene Mumie der 11.000 Jahre alten Atacameño-Kultur am Fuße des schneebedeckten Vulkankegels. Wie an keinem anderen Ort der Welt sind die Nächte hier staubfrei und glasklar – der siebte Himmel für Esoteriker und Ufologen. Mit riesigen Teleskopen blicken die Sternforscher der Europäischen Südsternwarte vom Cerro Paranal an das Ende des Alls. Was wissen sie über dessen Ursprung?

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Samstag (10.09.11), 8:15 Uhr | SWR

Der Film beobachtet den Alltag in einem Dorf der Sacambaya-Indianer. Sie leben abgeschieden am fruchtbaren Grund eines Canyons in Bolivien. Für die Spuren der rätselhaften Prä-Inka-Kultur der Sacambaya interessieren sich bislang weder die Wissenschaft noch die Nachfahren.

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Freitag (9.09.11), 22:15 Uhr | EinsPlus

Plaza Latina. Wenn man den Onkel respektvoll behandelt, dann schützt er die Minenarbeiter Boliviens vor Katastrophen. Aber wehe, er fühlt sich vernachlässigt: Dann wird er teuflisch wütend, spuckt Feuer, lässt Stollen einbrechen und Menschen sterben. Um den “Tío de la mina”, den Onkel der Minen, zu besänftigen, opfern die Minenarbeiter Boliviens dieser Gottheit Kokablätter, Essen, Hochprozentiges und ein weißes Lama. Immer am Freitag vor Karneval. Boliviens Minen von Potosí und Oruro, über Jahrhunderte die ertragreichsten der Welt, sind Heimat ungezählter Andenmythen und uralter Sagen. Zum Karneval von Oruro werden sie alle in einem farbenfrohen Spektakel gefeiert: 20 Stunden ausgelassene Tänze mit Heiligen und Teufeln, die Kultur der Anden feiert sich selbst.

Fernsehtipps Bolivien
Donnerstag (8.09.11), 13:10 Uhr | Discovery HD

Der Knochenjäger. Diesmal geht Scottys Reise in die Anden Boliviens, wo in der Prä-Inka Kleinstadt Tiahuanaco Archäologen eine Reihe von Körpern entdeckten. Sie waren scheinbar in einem Abfallhaufen begraben, der einst ein religiöses Gebäude bedeckte. Bei der Erforschung einer Zivilisation, die großen Wert auf die Einhaltung festgelegter Begräbnis-Rituale legte, geben diese mysteriösen Funde Rätsel auf.  

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Dienstag (6.09.11), 3:50 Uhr | Phoenix

Die Naturmedizin der Kallawaya. Am Rande der Zivilisation, versteckt zwischen den Schneegipfeln der bolivianischen Anden, liegt das Kallawaya-Hochtal. Übersetzt heißt sein Name “Land der Ärzte”. Von hier kommen Wunderheiler, die über ein so profundes Pflanzenwissen verfügen, dass sich neuerdings sogar die Pharmaindustrie für sie interessiert. Einer von ihnen ist der Kräuterarzt Aurelio Ortiz. Die Kamera begleitet ihn und seinen Sohn Cerilo bei Krankenbesuchen, beim Kräutersammeln, bei der Durchführung magischer Rituale und auf einer langen Reise ins Nachbarland Peru. Denn in Peru, an dem heiligen Berg Machu Picchu, soll sich erweisen, ob Cerilo von den Göttern als Nachfolger seines Vaters akzeptiert wird. Der Film führt in eine faszinierende Landschaftskulisse und in eine Welt, in der das Tun der Menschen von Kräften bestimmt wird, die sie mal als weiße, mal als schwarze, mal als graue Magie interpretieren.

Fernsehtipps Argentinien
Samstag (3.09.11), 12:15 Uhr | Phoenix

Mitten ins Herz Südamerikas (2/2). Über 3000 Höhenmeter geht es hinunter in den tropischen Osten Boliviens. Rollsplitt, Schlaglöcher, 180-Grad-Kurven mit steilem Gefälle, keine einzige Leitplanke und kein Warnschild So eng ist der Weg, dass das Fahrerhaus von Xaviers Volvo manchmal über dem Abgrund schwebt: 500 bis 1000 Meter freier Fall. Der “Weg des Todes” in Bolivien – die gefährlichste Straße der Welt, Tausende haben hier bereits ihr Leben gelassen.

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Samstag (3.09.11), 11:30 Uhr | Phoenix

Mitten ins Herz Südamerikas (1/2). “Ich segne die beiden Motorräder mit den amtlichen Kennzeichen NG 71981 und 71988″. Der wettergegerbte Priester Julio Mamani gießt hochprozentigen Schnaps über die staubigen Enduromaschinen unseres Korrespondenten Thomas “Tommy” Aders und seines Begleiters. Der Priester beginnt einen monotonen Sprechgesang und verbrennt Opfergaben mitsamt dem Holzaltar, den er für sein Ritual auf dem Andengipfel in 4300 Meter Höhe errichtet hat. Bald kommt ein LKW dazu, auch Fahrer Xavier will sich den Segen der Anden- Götter für seinen halsbrecherischen Dienstweg sichern. Bei diesem Gipfel-Treffen kommen die beiden Motorrad- und der LKW-Fahrer nach der Zeremonie ins Gespräch und beschließen, den Weg gemeinsam zu meistern. Kurze Zeit später biegen sie in den “camino de la muerte” ein, den “Weg des Todes”.

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Samstag (3.09.11), 8:45 Uhr | SWR

Die Aymara – ein Volk der Hochanden: Das TV-Team besucht die Dorfgemeinschaft Palca Molino der Aymara-Indianer in den Hochanden von Bolivien und beobachtet den Alltag der Bauern, die mit traditionellen Methoden der Landwirtschaft ohne Not leben Noch immer werden neue Stämme entdeckt, noch immer wird ihr Lebensraum eingeschränkt oder zerstört: Indianer, deren Kultur seit jeher vor allem Europäer in ihren Bann zieht. Vorgestellt werden eher unbekannte Völker: die Katukina im brasilianischen Regenwald und die Warao in Venezuela. Die Sendungen bieten faszinierende Einblicke in die Vielfalt indianischer Lebensweise.

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Dienstag (23.08.11), 1:15 Uhr | Phoenix

Wer als Tourist die Brücke der Freundschaft von Brasilien nach Paraguay überquert, muss damit rechnen, dass er überfallen wird. Daher gibt es seit einiger Zeit eine Touristenpolizei, die für Ordnung sorgt. Ansonsten geht es in Paraguay eher friedlich zu. Im trockenen Chaco züchten Mennoniten seit Generationen Rinder. Das benachbarte Bolivien, benannt nach dem Freiheitskämpfer Simon Bolívar, wird seit 2005 von Evo Morales regiert, dem ersten Präsidenten indigener Abstammung. Morales will die Reichtümer des Landes ohne fremde Hilfe fördern. Ein Projekt ist der Abbau von Lithium im Salar de Uyuni. Die Reise durch den Andenstaat geht bis nach Copacabana, einem Wallfahrtsort am Titicacasee, auf dessen Mitte die Grenze zu Peru verläuft. Peru ist berühmt für seine sagenumwobenen Inkastätten, wie die Bergstadt Machu Picchu. Während man in der Hauptstadt Lima Lifestyle pflegen kann, wird in Iquitos Raubbau am Urwald betrieben. Illegale Abholzung im großen Stil ist an der Tagesordnung. Doch es formiert sich Widerstand bei den Indios. In Ecuador baut ein Schweizer Plantagenbesitzer Edelkakao an. Und dann geht die Suche nach dem Äquator los.

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Samstag (20.08.11), 13:00 Uhr | Arte

Reformen, Korruption und Che Guevaras Erbe: Wie entwickelt sich Bolivien? ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Programmschwerpunkts “Demokratie – für alle?”. Vor 44 Jahren starb Che Guevara bei dem Versuch, den Funken der Revolution in Südamerika zu entfachen. Sein Tod durch die Hand bolivianischer Ranger, von der US-Regierung ausgebildet und finanziert, kennzeichnet den Beginn des Kokain-Zeitalters in Bolivien. Auf Druck der Wähler, die ihm mit überwältigender Mehrheit ihr Mandat gaben, verstaatlichte der erste in Bolivien geborene Präsident Evo Morales – ein ehemaliger Kokabauer – die Ölindustrie und brachte die Agrarreform in Gang. Doch im neuen System existiert das alte weiter, inklusive Korruption, Vetternwirtschaft und Populismus.

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Donnerstag (18.08.11), 8:30 Uhr | WDR

Eduardo ist von Beruf Erfinder und hat sich nichts Geringeres zum Ziel gesetzt, als das Weltklima zu retten. Außerdem will er das überall geschmolzene Eis zurückzubringen auf die Gipfel seiner Heimat Peru. Weil eine weiße Fläche im Sonnenlicht deutlich kühler bleibt als eine schwarzeAlso hat er begonnen, einen ganzen Berg in weißer Farbe anzumalen. Nach einem atemberaubenden Aufstieg erblickt man den Berg Chalón Sombrero, acht Hektar weiß gepinselt, wie ein Zuckerhut. Die Gesetze der Physik sollen das Eis zurückbringen in die Anden, sagt Eduardo, und zeigt uns eine Kuhle, in der einige Handvoll Schnee liegen.
Der verrückteste Erfinder Südamerikas, die höchste Sanddüne der Welt, der höchstgelegene See, die gefährlichste Straße, die trockenste Wüste, das abgelegenste Landgut im chilenischen Feuerland. Es ist eine Reise der Extreme, die Thomas Aders und sein Team durch das unbekannte Südamerika führt, über 8.000 Kilometer von Peru über Bolivien bis nach Chile. Und das mit dem Motorrad. Mal auf Meereshöhe am Pazifik, mal auf über 5.000 Meter. Mal sind die Wege lebensgefährlich, wie auf dem Todesweg in Bolivien, mal nur fürchterlich, wie an der Grenze zu Chile.

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Mittwoch (27.07.11), 13:15 Uhr | 3Sat

Abenteuer Anden. Die Anden sind die längste Gebirgskette der Erde. Von Nord nach Süd erstreckt sich über eine Länge von 7.500 Kilometern eine einmalige Gebirgslandschaft: Vulkane, viele über 6.000 Meter hoch, Wüsten, Urwaldregionen und Gletscher, die in Gebirgsseen kalben. Carsten Thurau bereiste diesen einmaligen Natur- und Kulturraum: von Bolivien über Ecuador, Argentinien und Chile bis nach Peru. Der Film berichtet vom letzten Eisschneider Ecuadors, der auf 5.000 Metern Höhe an den Hängen des Chimborazos arbeitet, von Carlos, einem Vulkanbeobachter, der jedes Rumoren “seines” Bergs kennt, vom mühevollen Salzabbau in den Wüsten Boliviens, vom 60 Kilomter langen Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien und von der Verehrung der “Pachamama”, der heiligen Mutter Erde.

Fernsehtipps Bolivien
Montag (25.07.11), 4:35 Uhr | 3Sat

Zug um Zug. Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Japaner. Mit militärischer Disziplin halten sich die Zugführer von Tokyos S Bahnen an den sekundengenauen Fahrplan. Verspätungen von mehr als 45 Sekunden gelten als Verrat am Vertrauen von Fahrgästen. Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Japaner. Mit militärischer Disziplin halten sich die Zugführer von Tokyos S-Bahnen an den sekundengenauen Fahrplan. Verspätungen von mehr als 45 Sekunden gelten als Verrat am Vertrauen von Fahrgästen. Vertreter der Schweizerischen Bundesbahnen staunen vor Ort – im Minutentakt. Bolivien verfügte einst über das dichteste Bahnnetz der Anden. Es wurde benötigt, um die Bodenschätze des Landes an die Küste zu transportieren.

Fernsehtipps Bolivien
Sonntag (24.07.11), 16:00 Uhr | 3Sat

Das neue Gold der Anden. Lithium gilt als Schlüsselrohstoff der nächsten Jahrzehnte. Längst sind Lithium-Ionen-Akkus unverzichtbar in Handys und Laptops, nun könnte die Nachfrage mit dem Boom der Batterien für Elektroautos weiter anziehen. Das leichteste Metall der Erde soll Bolivien zum Saudi-Arabien Südamerikas machen. Denn kein Land besitzt mehr Lithium. Über die Hälfte der weltweiten Vorräte lagern in der Salzwüste des Salar de Uyuni, des größten Salzsees der Welt. Beim Lithiumgeschäft will sich der Andenstaat nicht ausbeuten lassen wie vor Jahrhunderten beim Silberboom, an dem sich die spanischen Kolonialherren hemmungslos bereicherten. Die Bolivianer wollen das Lithium in Eigenregie abbauen und am liebsten auch im eigenen Land weiterverarbeiten. Doch Lithium zu gewinnen und so zu verarbeiten, dass am Ende beste Ware für den Weltmarkt herauskommt, ist äußerst schwierig. Unterstützung erfahren die Bolivianer von Professor Wolfgang Voigt von der Bergakademie Freiberg in Sachsen.

Fernsehtipps Bolivien
Donnerstag (21.07.11), 12:30 Uhr | 3Sat
Fernsehtipps Argentinien
Mittwoch (13.07.11), 15:30 Uhr | 3Sat

Eine Reise zum Berg der kalten Sonne. Im Norden Chiles, im Grenzgebiet zu Bolivien und Argentinien, liegt der Licancábur, heiliger Berg der Inkas, 6.000 Meter hoch. Er erhebt sich inmitten der großen Atacama-Wüste, umgeben von einem Meer von erloschenen und noch tätigen Vulkanen. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich eine Opferstätte aus der Inka-Zeit. Auf dem großen Altar wurden dem Sonnengott einst Opfer dargebracht. Inka-Priester wohnten während der Zeit der Zeremonien zur Sommer- und Wintersonnenwende wochenlang in dieser Höhe. Ruinen ihrer Wohnungen sind noch erhalten. Aber auch die Region um den heiligen Berg ist voll von Plätzen der Ureinwohner, mit Zeugnissen ihrer Verehrung der Geister in den Bergen. Reinhold Messner und Michael Albus haben mit einem Kamerateam den Berg bestiegen und faszinierende Bilder mitgebracht. Sie hielten sich mehrere Wochen in einer Höhe zwischen fünf- und sechstausend Metern auf und waren heftigen Stürmen und Kältegraden von bis zu minus 20 Grad Celsius ausgesetzt.

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Mittwoch (15.06.11), 21:45 Uhr | EinsFestival

Wasser- und Stromversorgung, öffentlicher Verkehr und der Gesundheitssektor werden in weiten Teilen der Welt privatisiert. Das hat schwerwiegende Folgen für die Bevölkerung. Minda, eine philippinische Mutter, muss die Dialyse für ihren schwerkranken Sohn erbetteln, denn eine bezahlbare medizinische Versorgung gibt es für sie nicht. Bongani kämpft in Südafrika gegen horrend steigende Strompreise und Oscar Olivera erklärt in Bolivien, was es heißt, wenn Wasser privatisiert wird: Sogar das Sammeln von Regenwasser wurde verboten. In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen bringt der Film dem Zuschauer das komplexe Phänomen “Privatisierung” über einfühlsame Portraits von Menschen aus verschiedenen Kontinenten nahe. Es sind Menschen, die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Menschen, die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen. In der weltweiten Wirtschaftskrise ist “Der große Ausverkauf” aktueller denn je. Schnell werden die Parallelen zu den wirtschaftspolitischen Entwicklungen hierzulande deutlich und der Film macht klar: Wasser, Strom, Bahn… der große Ausverkauf betrifft uns alle!

Fernsehtipps Bolivien
Mittwoch (15.06.11), 6:00 Uhr | EinsPlus

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Wohl keine andere spanische Kolonialstadt Südamerikas ist so gut und so authentisch erhalten wie das bolivianische Sucre. Dennoch wirkt die 1538 gegründete und nach spanischem Vorbild erbaute Stadt heute keineswegs wie ein Museum. Auch die Touristenzahlen halten sich sehr in Grenzen. Sucre verzaubert jeden Besucher sofort durch seine heitere Gelassenheit. Dazu tragen besonders die allgegenwärtigen 13.000 Studenten aus ganz Bolivien und dem Ausland bei. Sie sind heute die wichtigste Erwerbsquelle der “Weißen Stadt” in den Anden.

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Donnerstag (9.06.11), 11:50 Uhr | Arte

“Kleider & Leute” befasst sich mit Bekleidungstraditionen aus aller Welt: In Bolivien ist Kleidung häufig auch Ausdruck der politischen Haltung ihres Trägers und damit oft ein entscheidendes Erkennungs- und Identifikationssymbol. Die Republik Bolivien liegt im Zentrum Südamerikas. Das Klima changiert zwischen heiß und tropisch in den niederen Regionen und kühl und trocken in den höheren Lagen. Mit Südamerika verbindet man gemeinhin vor allem ein Kleidungsstück: den Poncho. Mit touristischen Vorstellungen von Romantik hat dieser Umhang jedoch wenig gemein – zumindest wenn er rot ist. Rote Ponchos sind in Bolivien die Uniform der berüchtigten Miliz.

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Dienstag (7.06.11), 9:15 Uhr | EinsPlus

Das Weltkulturerbe Potosí in Bolivien besteht aus dem Berg Cerro Rico, in dem es die reichsten Silberminen der Welt gab, und aus der Stadt Potosí am Fuß dieses Bergs. Dazu gehören ein kunstvolles Bewässerungssystem und Ruinen von Aufbereitungsanlagen für das Silbererz – alles Überreste aus der Kolonialzeit. Während die Stadt im 17. Jahrhundert blühte, leidet sie heute unter Bevölkerungsschwund. Auch wenn der ehemals reiche Berg schon lange ausgebeutet ist, suchen dennoch rund 7.000 Indios Tag für Tag nach Resten von Silber, Zinn und Blei. Der Schutzpatron der “mineros” im Berg ist der Teufel. Ihn verehren sie, geben ihm in ihrer Mine zu trinken und zu rauchen. Der Teufel erzählt im Film die Geschichte von Potosí und seinem einst so reichen Berg, einer zu Zeiten der spanischen Kolonialherren so bedeutenden Stadt. Er erzählt von der Zwangsarbeit unter Tage, die so viele mit dem Leben bezahlten, und von den unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Indios noch heute im Berg jeden Tag ihr Leben riskieren.

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Freitag (3.06.11), 19:30 Uhr | BR Alpha

Peru, Bolivien, Chile – 8000 km Motorrad Extrem. “Ich segne die beiden Motorräder mit den amtlichen Kennzeichen NG 71981 und 71988″. Der wettergegerbte Priester Julio Mamani gießt Schnaps über die staubigen Enduromaschinen des ARD-Korrespondenten Thomas “Tommy” Aders und seines Begleiters. Der Priester beginnt einen monotonen Sprechgesang und verbrennt Opfergaben mitsamt dem Holzaltar, den er für sein Ritual auf dem Andengipfel in 4300 Meter Höhe errichtet hat. Bald kommt ein Lkw dazu, auch Fahrer Xavier will sich den Segen der Anden-Götter für seinen halsbrecherischen Dienstweg sichern. Bei diesem Gipfel-Treffen kommen die beiden Motorrad- und der Lkw-Fahrer nach der Zeremonie ins Gespräch und beschließen, den Weg gemeinsam zu meistern. Kurze Zeit später biegen sie in den “camino de la muerte” ein, den “Weg des Todes”.

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Samstag (30.04.11), 7:00 Uhr | Phoenix

Fahren ohne Straßenverkehrsordnung. In Südamerika nimmt man alles viel leichter als in Europa, auch im Straßenverkehr. Eine rote Ampel zum Beispiel ist nur ein zarter Hinweis darauf, dass es womöglich besser wäre, anzuhalten. Und der Besitz eines Führerscheines wird hierzulande eher als Postulat gesehen, denn als “conditio sine qua non”. ARD-Korrespondent Thomas Aders begleitet zwei Helden der Strasse: Vagner Pimentel, den schnellsten Busfahrer von Rio de Janeiro, und den Bolivianer Néstor Vargas mit seinem Bananentransporter. Während der erste sich durchs Getümmel unterm Zuckerhut schlängelt, bittet der zweite die Erdgöttin Pachamama, ihn auf der gefährlichsten Strecke der Welt nicht abstürzen zu lassen, dem “Camiño de la muerte”, dem Weg des Todes. Für beide gilt: Wer bremst, verliert!

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Samstag (9.04.11), 13:10 Uhr | Arte

Die Städte La Paz, Bangkok und Jakutsk haben eines gemeinsam: Dort, wo sie sich befinden, herrschen extreme Lebensbedingungen. Die erste Folge der Dokumentationsreihe “Städte der Extreme” führt nach Bolivien. Die Millionenstadt La Paz liegt auf etwa 3.600 Meter Höhe in einem Talkessel des Andenhochlandes. Auf dem Hochplateau über der Stadt dehnt sich in bis zu 4.200 Meter Höhe die Vorstadt El Alto – auf Deutsch “Die Höhe” – aus, deren Einwohnerzahl in nur 20 Jahren die Millionengrenze erreicht hat. Wut und Frustration, die sich zuweilen in Revolten Luft machen, charakterisieren die Beziehung zwischen dieser Vorstadt und dem Stadtzentrum, in dem sich der Regierungssitz befindet. Die besondere geografische Lage dieser Stadt kann sogar das politische Geschick des ganzen Landes beeinflussen.

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Freitag (1.04.11), 3:20 Uhr | Anixe HD

In “Focused” zeigen Extremsportler ihr ganzes Können – vor und direkt für die Kamera. Auf diese Weise entstehen faszinierende Aufnahmen von spektakulären Aktionen, die den Atem stocken lassen. In dieser Folge: Mountainbiking in Bolivien.

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Donnerstag (31.03.11), 17:15 Uhr | ZDF Infokanal

Frauen-Wrestling in Bolivien.

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Mittwoch (30.03.11), 22:45 Uhr | ZDF

Wenn sie in den Ring steigt, schnellt ihr Puls in die Höhe. Gleich geht die gefährliche Show los. “Yolanda, die Liebevolle” stürzt sich auf ihre Gegner und wird selbst durch die Luft geschleudert, so dass Zöpfe und Röcke fliegen. Eigentlich ist Yolanda Marktfrau – doch am Wochenende wird aus ihr eine Kämpferin, eine Heldin des Lucha Libre. Der Kampfsport ist eine südamerikanische Variante des Wrestlings und in Bolivien sehr beliebt. Viel Geld kann Yolanda damit nicht verdienen – doch der Lucha Libre gibt ihr Anerkennung und Kraft für den harten Alltag: Allein muss sie ihre zwei Töchter durchbringen, mit denen sie in einem fensterlosen 20-Quadratmeter-Zimmer haust. ZDF-Korrespondent Andreas Wunn hat Yolanda für das “auslandsjournal” bei ihrem Kampf innerhalb und außerhalb des Rings begleitet.

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Mittwoch (22.12.10), 10:48 Uhr | MDR

Hilfe für Boliviens Ureinwohner. Mehrere Wochen lang sind die beiden Chemnitzer Ilka Sohr und Torsten Roder vom Verein “Regenzeit e.V.” im bolivianischen Dschungel unterwegs, um den Menschen zu helfen, die ansonsten keine Aussicht auf Hilfe und Medizin haben: den Ureinwohnern. “Unvorstellbar, der Junge ist so alt wie mein Sohn daheim in Chemnitz.” Es kostet Torsten Roder sehr viel Kraft und Nerven, den kleinen Andres abzulenken. Bei 40 Grad, zwischen tausenden Moskitos und ohne Narkose, wird der Kleine am Kopf genäht. Roders Freundin Ilka Sohr hatte zuvor ihre letzten Trinkwasservorräte geopfert, um die Wunde des Jungen zu reinigen. Mitten im bolivianischen Dschungel sind die hygienischen Zustände katastrophal. Mehrere Wochen lang sind die beiden Chemnitzer vom Verein “Regenzeit e.V.” unterwegs, um den Menschen zu helfen, die ansonsten keine Aussicht auf Hilfe und Medizin haben. Torsten Roder und Ilka Sohr kämpfen tagelang in einem kleinen Holzboot gegen die reißende Kraft des Rio Quiquibey an.

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Mittwoch (22.12.10), 9:15 Uhr | Arte

Auf dem Königsweg durch die Anden. 4.000 Kilometer durch das Reich der Inkas per Staffellauf! Die in diesem Film dokumentierte außergewöhnliche Expedition hat einen historischen Hintergrund: Vor 600 Jahren bauten die Inkas ein beispielloses Nachrichtensystem auf. Die Strecke, die sie dabei zurücklegten, ist spektakulär. Es ging in Chile durch die trockenste Wüste der Welt, in Bolivien vorbei am Titicacasee und über die peruanischen Andenpässe weiter Richtung Ecuador. Die Tour war nicht nur ein großes Abenteuer und eine gnadenlose Schinderei, sie diente auch wissenschaftlichen Zwecken. Es gibt Hinweise darauf, dass der menschliche Körper unter extremer Belastung große Mengen des Hormons EPO produziert. Möglicherweise sogar so viel, dass sie bei Dopingtests auffallen.

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Samstag (27.11.10), 7:00 Uhr | Phoenix

Barockmusik im bolivianischen Busch. Ihr Dorf heißt Urubichá, und das bedeutet “viel Wasser”; was man daran sieht, dass das Straßenfest wieder einmal im Regen versinkt. Erstaunlich: Die Guarayo-Indios im bolivianischen Niemandsland an der Grenze zu Brasilien treffen auch angeheitert jeden Ton. Mehrere Hundert von ihnen gibt es in dem 4000-Seelen-Ort, mehr als jeder zehnte spielt ein Instrument. Und wie!

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Samstag (27.11.10), 2:00 Uhr | Phoenix

Der zweite Teil der Südamerika – Expedition von Michael Gregor und Jochen Schliessler unter dem Titel “Auf verwehten Spuren” führt in die Quellgebiete des Amazonas und in die faszinierende Bergwelt der Anden. Hier, im “Reich des Kondors”, begeben sich die beiden Dokumentarfilmer auf die Fährte von Jochens Vater Martin Schliessler, der vor zwei Generationen das geheimnisvolle Anden -Massiv erkundete und dabei spektakuläre Filmaufnahmen mitbrachte. Die Reise geht von Quito der Hauptstadt Ecuadorsüber die Rio Napo-Region, Heimat vieler aus Deutschland zugewanderter Farmer, nach Cuzco, der alten Inka-Hauptstadt. Von dort aus geht es weiter zum Titicaca-See und zu den legendären Silberbergwerken von Potosi.

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Donnerstag (25.11.10), 8:00 Uhr | Arte

360 – Geo-Reportage. Urubichá ist ein staubiges Dorf mit 4.000 Einwohnern im bolivianischen Amazonasgebiet. Hier gibt es nur einfache Lehmhütten, giftige Schlangen, Esel, Schweine und Hühner, ein Telefon, drei Kramläden, keine Autos – aber ein Barock-Orchester. Bis tief in die Nacht bereitet sich der 15-jährige Simon auf das wichtigste Konzert seines Lebens vor. Nun wird Simon auf einer Tournee durch Peru die erste Geige spielen. Spontan verwandeln er und seine Begleiter unterwegs Flughäfen und Eisenbahnzüge in Konzertsäle, bis Simon in der alten Inka-Hauptstadt Cuzco sein großes Solo gibt.

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Dienstag (16.11.10), 23:00 Uhr | ZDF

Das Ende der weißen Weltherrschaft. Vor 500 Jahren begann mit den portugiesischen und spanischen Entdeckern das allmähliche Entstehen einer weißen Weltherrschaft, die um 1900 ihren Höhepunkt erreichte. Heute ist diese weiße Dominanz auf ein paar amerikanische Stütz- punkte begrenzt und auf jene neu entdeckten Kontinente, die von weißen Siedler- massen bevölkert wurden. Im ersten Teil seiner Dokumentation spannt Peter Scholl-Latour den Bogen von Brasilien über Bolivien bis nach China.

Fernsehtipps Bolivien
Dienstag (16.11.10), 22:00 Uhr | WDR

Vor Jahren hatte André Borsche ein Schlüsselerlebnis: Er war in Guinea und es warteten Hunderte von Afrikanern auf Hilfe. Teils Verbrennungsopfer, teils Kinder, die mit schweren Gesichtsentstellungen zur Welt gekommen sind. Er hat zwei Wochen lang Tag und Nacht mit den afrikanischen Ärzten dort operiert, war fix und alle – aber unheimlich glücklich, einen Beruf zu haben, mit dem er so praktisch helfen kann. Seitdem opfert er regelmäßig mindestens ein Drittel seines Jahresurlaubs, um die zu operieren, die sonst keine Chancen hätten. Im Sommer 2010 reist er erstmals nach Bolivien, um dort Hilfesuchende zu operieren. Das lateinamerikanische Land besitzt kein Krankenkassensystem, keinerlei soziale Absicherung. Jede Behandlung muss selbst bezahlt werden. Die Krankenhäuser sollen zwar per Gesetz alle Kinder bis zum 5. Lebensjahr umsonst behandeln, aber das wird bisher kaum umgesetzt. Die Patienten, viele davon Indios, haben Gesichts- und Handfehlbildungen, Kiefer- oder Gaumenspalten, schwerste Verbrennungsnarben oder Verstümmelungen.

Fernsehtipps Bolivien
Donnerstag (4.11.10), 16:00 Uhr | HR

6.500 Meter hohe, schneebedeckte Gipfel, tropisches Tiefland im Amazonasbecken, karges und bitterkaltes Hochland, die Millionenstadt La Paz mit dem höchstgelegenen Zivilflughafen der Welt, dichter, grüner Dschungel mit all seiner Fülle an Tieren und Pflanzen sowie ein 12.000 Quadratkilometer großer Salzsee, der von den Einheimischen das “weiße Meer” genannt wird. Michael Mattig-Gerlach und Michael Weber haben auf ihrer Reise durch Bolivien diese und andere Orte besucht. Die fast 5.000 Meter Höhenunterschiede und die Temperaturdifferenzen von bis zu 70 Grad Celsius machten ihnen zu schaffen. Doch sie wurden mit Einblicken und Ausblicken belohnt, die kaum ein anderes Land zu bieten hat.

Fernsehtipps Bolivien
Dienstag (19.10.10), 2:15 Uhr | SWR

Dieser Film begleitet eine Expedition des Deutschen Alpenvereins nach Südamerika. Die Bergsteiger lernen La Paz kennen, Begegnungen mit Einheimischen, geben Einblick in deren einfache Lebens- und Arbeitsweise. Bergsteigen in Südamerika – ein beeindruckendes Kulturerlebnis und für viele ein alpinistischer Traum. Der Huayna Potosi ist mit einer Höhe von 6080 Metern ein Gigant aus Fels, Schnee und Eis. Er liegt nördlich der bolivianischen Hauptstadt La Paz in der Königskordilliere, einer der schönsten Gegenden der Anden.

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Samstag (25.09.10), 18:15 Uhr | Arte

Arte Reportage. Für ein paar Stunden in der Woche siegen in La Paz die Frauen über die Männer. In traditioneller Kleidung steigen die Frauen vom Volk der Aymara in den Ring und legen ihre Gegner aufs Kreuz. Das Publikum liebt sie dafür. Carmen Rosa ist der Star unter den Göttinnen des Ringes in Bolivien. Sie zu besiegen haben bisher nur wenige geschafft. Hart hat sie für den Engelskuss oder den Todessalto trainiert. Heute erntet sie in den Turnhallen La Paz für ihre Kraft und Geschicklichkeit viel Applaus. Ernähren kann sie ihre Familie von dem Honorar nicht. Es reicht gerade für ihre Kampfkleidung und die nötigen Pflaster, denn manchmal muss auch Carmen Schläge einstecken. Doch die Spannung in den Turnhallen und die Begeisterung des Publikums sind Grund genug für Carmen, immer wieder in den Ring zu steigen…

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Sonntag (19.09.10), 20:15 Uhr | BR Alpha

Spielfilm – Frankreich/Deutschland – 2008. Es ist 1971 und die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg verblassen, erschreckenderweise auch die an den Holocaust. In Frankreich ist ein Paar – der französische Jude Serge Klarsfeld und seine Frau Beate, eine deutsche Protestantin – entschlossen, für die Gerechtigkeit zu kämpfen und Nazikriegsverbrecher vor Gericht zu bringen. Als das Münchener Gericht das Verfahren gegen Klaus Barbie, den “Schlächter von Lyon”, aus Mangel an Beweisen einstellt, handeln Serge und Beate. Beeindruckt von ihrem Enthusiasmus deutet ein deutscher Staatsanwalt an, dass Barbie in Südamerika leben soll. Die Nachforschungen der Klarsfelds decken auf, dass Barbie dort tatsächlich unter dem Namen Klaus Altmann lebt. Barbie weiß, dass er dank seiner engen Beziehungen zu der rechtsstehenden bolivianischen Diktatur unantastbar ist.

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Montag (13.09.10), 8:45 Uhr | Arte

X:enius. Es war einmal ein Land, das war gesegnet mit Rohstoffen: Gold, Diamanten, und den Rohstoff Coltan, den man für Handys und Computer braucht. Doch statt heute märchenhaft reich zu sein, ist der von Bürgerkriegen heimgesuchte Kongo bitterarm. Ob ein Rohstoff ein Land reich macht oder ins Chaos stürzt, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel davon, ob es seine Rohstoffvorkommen selbst fördern kann. Denn fast noch wichtiger als der Rohstoff selbst ist das Know-how, um diesen zu teuren Hightechwaren zu verarbeiten. So wollen Chile und Bolivien, deren Lithiumvorkommen für Elektroautos benötigt werden, aus früheren Fehlern lernen und den Abbau selbst kontrollieren. Entscheidend ist aber auch, ob ein Land Pläne für einen nachhaltigen Strukturwandel hat wie etwa Abu Dhabi. Das arabische Emirat investiert schon heute in erneuerbare Energien.

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