lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika




Fernsehtipps Lateinamerika


Quetzal-Fernsehtipps via Twitter:

Fernsehtipps Brasilien
Freitag (3.09.10), 6:25 Uhr | National Geographic Channel

Planet Sport II. Vor rund 300 Jahren, zur Zeit der portugiesischen Eroberer in Brasilien, verschleppten Sklavenhändler Tausende Afrikaner nach Brasilien. Die ausgebeuteten Menschen brachten die Capoeira mit – eine effektive Selbstverteidigungstechnik der Sklaven. Bald war die Kampftechnik verboten, und die Sklaven tarnten sie als Tanz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Kolonialherrscher mehr und mehr auf den rebellischen Kampftanz aufmerksam, und das Ausüben der Capoeira wurde bis 1937 unter Strafe gestellt. Doch bis heute gilt Capoeira als virtuose Kampfsportart, die zahlreiche Liebhaber über die Grenzen Brasiliens hinaus gefunden hat.

Fernsehtipps Sonstiges
Freitag (3.09.10), 9:50 Uhr | National Geographic Channel

Consecuencias. Das Verhältnis zwischen Lateinamerika und der übrigen Welt war über Jahrzehnte durch die Sicht der Großmächte USA, Sowjetunion und China geprägt. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich das Bild radikal verändert. Consecuencias untersucht heute, wie die Länder Südamerikas zunehmend an Selbstbewusstsein gewinnen. Einige Nationen sind dabei, selbst zu einflussreichen Playern der Weltpolitik aufzusteigen. Ist dies der Anfang eines neuen Imperialismus?

Fernsehtipps Mexiko
Freitag (3.09.10), 12:00 Uhr | National Geographic Channel

Reiseführer für Genießer. Der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca gehört zu den landschaftlich schönsten Regionen des Landes. Uralte Traditionen und eine faszinierende Küche machen für viele Genießer den Reiz Oaxacas aus. Mit Zapotec Esposito reist Reiseführer für Genießer weit in die Vergangenheit zurück und entdeckt die Tradition der Steinsuppe. Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Jahrtausende alte indianische Küche auch die kulinarischen Gewohnheiten Europas nachhaltig beeinflusst haben.

Fernsehtipps Mexiko
Freitag (3.09.10), 13:00 Uhr | Phoenix

Die Zukunft der Städte. Mexiko City ist die höchst gelegene Megastadt der Welt und Sinnbild für städtischen Gigantismus. 2300 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken sich die schwer durch Erdbeben gefährdete Stadt in einem 60 Kilometer langen und 100 Kilometer breiten Talkessel. Bis zum Horizont reicht das Meer von Häusern. Probleme wie Smog, Kriminalität, Verkehrsinfarkt, Armut und Korruption sind allgegenwärtig. Bei näherer Betrachtung hat das Chaos der Stadt dennoch Strukturen. Kleine nachbarschaftliche Initiativen machen die Metropolenregion mit ihren knapp 20 Millionen Einwohnern extrem vielfältig und facettenreich. Da sind die Projekte, in denen die Bewohner der Vororte für Arbeit in der Nachbarschaft sorgen, um den Kampf durch das tägliche Verkehrschaos zu vermeiden.

Fernsehtipps Mexiko
Freitag (3.09.10), 15:45 Uhr | ZDF Neo

Im Bann der Grünen Götter. Im Dschungel von Chiapas liegt die legendäre Stufenpyramide von Palenque. Wissenschaftler versuchen hier – im Tempel der Inschriften – Belege für das Heilwissen der alten Maya aufzuspüren. Schriftzeichen auf einem erst kürzlich ausgegrabenen Altar vom Rande des Tempelbezirks liefern weitere Hinweise zur Entschlüsselung der arzneigeschichtlichen Rätsel der Maya. Vielen der identifizierten Pflanzen schreiben auch die heutigen Maya heilende Wirkung zu. Häufig ersetzt die Volksmedizin aus dem Dschungel bei den Nachfahren der legendären Gottkönige wirkungsvoll manch modernes Medikament. Im Regenwald von Mexiko ist Smailus auf die Hilfe eines Heilers angewiesen. Da es immer noch eine mündliche Überlieferungstradition gibt, kann dieser mit seinem Wissen helfen, die Namen von Heilkräutern zu entschlüsseln und später auf einer Exkursion zu identifizieren. Der pflanzliche Ertrag der Reisen wird in London pharmakologisch ausgewertet. Prof. Heinrich entdeckt dabei erstaunliche Wirkungen der verschiedenen Heilpflanzen.

Fernsehtipps Mexiko
Freitag (3.09.10), 20:55 Uhr | Discovery HD

Discovery-Projekt Erde. Mexiko: In 1000 Metern Höhe soll eine riesige Windturbine zur Energiegewinnung installiert werden – mithilfe eines speziell angefertigten Ballons. Da bei diesem Vorgang Kräfte von über neun Tonnen Gewicht im Spiel sind, ist zunächst ein 24-Stunden-Test im Windkanal erforderlich.

Fernsehtipps Chile
Freitag (3.09.10), 23:05 Uhr | EinsExtra

Auslandsreporter. Auswanderer-Familien suchen ihre Wurzeln in Tirol. Am Llanquihue-See, 1.000 km südlich von Chiles Hauptstadt Santiago, leben rund 600 Nachkommen von Einwanderern aus dem Tiroler Zillertal. Wegen ihres protestantischen Glaubens waren sie im 19. Jahrhundert aus ihrer Heimat vertrieben worden.

Fernsehtipps Chile
Freitag (3.09.10), 23:30 Uhr | EinsPlus

Weltbilder. Es war die Sensation in Copiapó in der chilenischen Atacama-Wüste und die ganze Welt fiebert nun mit: 33 Bergleute haben das Minenunglück in dem Ort überlebt. Die Arbeiter in der Gold- und Kupfermine sitzen fest – in 688 Metern Tiefe. Allerdings kann es bis Weihnachten dauern, bis die Männer gerettet sind. Harte Zeiten für die eingeschlossenen Bergleute. Die Familie von Mario Gomez wartet seit dem Stolleneinsturz am 5. August.

Fernsehtipps Peru
Samstag (4.09.10), 0:30 Uhr | Phoenix

Laut Geschichtsschreibung wurde 1532 eine der mächtigsten Zivilisationen der Neuen Welt von einer nur knapp 200 Mann starken Armee unter dem Befehl von Francisco Pizarro in einem Blitzkrieg besiegt. Das schreiben die Geschichtsbücher. Was ist wirklich dran? Die Dokumentation geht dieser Frage nach. Dieser bislang nie bestrittene Triumph der Spanier über die Inkas gilt als einer der spektakulärsten Erfolge der Militärgeschichte. Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten.

Fernsehtipps Brasilien
Samstag (4.09.10), 5:55 Uhr | ARD

Karen in Action. Karen Markwardt will wissen, wo Edelsteine herkommen. Sie fährt nach Brasilien. Das Land hat eines der größten Edelsteinvorkommen weltweit. Und nirgendwo in Brasilien gibt es so viele Edelsteinminen wie im Bundesstaat Minas Gerais. Zusammen mit Geologe Pedro Löwenstein macht sich Karen auf die Suche nach dem grünen Turmalin. Der Stein kommt in den Felswänden der Mine vor. Um ihn zu finden, muss erst mit vielen Sprengungen ein 200 Meter langer Tunnel in den Berg getrieben werden. Um die Turmalinsteine in kostbaren Schmuck umzuwandeln, müssen sie nach Rio de Janeiro gebracht werden, wo sie in einer Edelsteinschleiferei geschnitten, geschliffen und poliert werden.

Fernsehtipps Peru
Samstag (4.09.10), 10:00 Uhr | ZDF Infokanal

Die Kartoffel avanciert vom schnöden Sattmacher zum Hoffnungsträger – dank ihrer großen Anpassungsfähigkeit. Sie könnte es als einziges Grundnahrungsmittel schaffen, den Hunger der rasant wachsenden Weltbevölkerung zu stillen. Gigantische 325 Millionen Tonnen Kartoffeln werden bereits pro Jahr weltweit geerntet. Tendenz steigend. Doch welche Risiken birgt dieser sagenhafte Siegeszug der Knolle? Ein historischer Rückblick in die Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert daran, wie die Kartoffelfäule in Irland unzählige Todesopfer forderte.Ein globaler Ernteausfall wäre heutzutage eine verheerende Katastrophe. Wissenschaftler wollen das verhindern. Thilo Hammanns Forschungsobjekt ist der Kartoffelkiller Nummer eins, die so genannte Kraut- und Knollenfäule. Hammann arbeitet an einer Kreuzung der modernen aber anfälligen Hochleistungssorten mit pilzresistenten aber ertragsarmen “Wildtypen”. Aber wo kommen solche Wildkartoffeln her? Die Antwort finden Wissenschaftler in Peru, dem Heimatland der Knolle. Im Reich der Inkas war die Kartoffel so bedeutend, dass sogar Fläche und Zeit nach ihr bemessen wurde. “Abenteuer Wissen” reist in die Anden, in eine karge, bis 5000 Meter hoch liegende Landschaft. Peruanische Bauern versuchen dort die natürliche Vielfalt vor dem Aussterben zu bewahren. Über 700 Kartoffelsorten, manche mit ungeahnter Kraft als Heilmittel oder zum Wolle färben. Nicht weit entfernt, im internationalen Kartoffelzentrum, lagern die Schätze der Bauern in der größten Kartoffel-Saatgutbank der Welt.

Fernsehtipps Kuba
Samstag (4.09.10), 12:30 Uhr | Arte

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der “Perle der Karibik”. Die Dokumentationsreihe zeigt zehn verschiedene Länder aus der Sicht von sechs Illustratorinnen und Illustratoren, die ihre Reiseorte und ihre Begegnungen in einem Skizzenbuch festhalten.

Fernsehtipps Brasilien
Samstag (4.09.10), 13:50 Uhr | SWR

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Schwarzes Gold – das ist der Name der Stadt und gleichzeitig seine Geschichte. Die ersten Pioniere im 17. Jahrhundert haben sich hier niedergelassen, weil die Goldfunde alles übertrafen, was die Portugiesen in Brasilien zuvor entdeckt hatten. Die gesamte, damals viele Tagesreisen von der Küste entfernte Gegend barg so große Mengen des Edelmetalls, dass die Kolonialherren zehntausende von Sklaven aus Afrika nach Brasilien einschifften, um die Bodenschätze auszuheben. Der Film zeigt die Architektur einer der bedeutendsten Goldgräberstädte der Welt und die Geschichte seines wichtigsten Baumeisters, Antonio Francisco Lisboa, bekannt unter seinem Spitznamen “O Aleijadinho” (das Krüppelchen), weil er unter einer unheilbaren Krankheit litt, die seinen Körper ähnlich wie Lepra langsam zersetzte.

Fernsehtipps Chile
Samstag (4.09.10), 17:45 Uhr | Phoenix

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Die Osterinsel liegt sehr einsam im Pazifischen Ozean: In einem Radius von 3.600 Kilometern liegt kein bewohnbares Land in ihrer Nähe. Die Ureinwohner lebten über Jahrhunderte hinweg völlig autark und in Frieden. Als Kapitän Jakob Roggewegen im Auftrag der Holländischen Westindischen Kompanie unterwegs war, um das sagenumwobene Davisland zu suchen, stieß er an Ostern 1722 auf die Insel, deren gesamte Küste mit rätselhaften Steingiganten bevölkert war. Nur 52 Jahre später fand Kapitän James Cook die Hochkultur der Osterinsel zerstört vor. Bis heute ist es ein Rätsel geblieben, welche Katastrophe eine solche Veränderung hervorrufen konnte.

Fernsehtipps Chile
Samstag (4.09.10), 18:00 Uhr | Phoenix

Durch Argentinien und Chile ans Ende der Welt. Die “Ruta 40″ ist eine der längsten und berühmtesten Fernstraßen der Welt. Von der bolivianischen Grenze führt sie insgesamt 5.200 Kilometer durch Argentinien bis tief in den Süden. Sie ist 1935 entstanden, aber noch heute wird an der Straße gearbeitet. Von Nord nach Süd – bis nach Patagonien – ist es eine faszinierende Reise durch sämtliche Klima- und Höhenzonen, durch verschiedene Landschaften, Traditionen und Kulturen. Die “Cuarenta” zu befahren bedeutet eine Abenteuerreise in eine geheimnisvolle und spannende Welt. Carsten Thurau ist sogar noch ein Stück südlicher gereist: Durch Chile bis nach Feuerland und schließlich zum legendären Kap Hoorn – bis ans Ende der Welt.

Fernsehtipps Mexiko
Samstag (4.09.10), 18:00 Uhr | ZDF Neo

Mit der Entdeckung kam der Untergang. Jahrhundertelang waren die Azteken die unangefochtenen Herrscher über Mittelamerika. Bis die spanischen Eroberer kamen, Anfang des 16. Jahrhunderts. Hernan Cortez führte 1519 die Konquistadoren an und unterwarf in nur zwei Jahren das mächtige Volk für Spanien. Ihr erbarmungsloses Vorgehen gegenüber den Azteken rechtfertigten die Spanier mit der angeblich großen Brutalität der Azteken gegen ihr eigenes Volk. Spanische Chronisten berichten von blutigen Kulten und sprechen von Hun-derttausenden – Männern, Frauen und Kindern -, die die aztekischen Priester ihren Göttern opferten. Doch ist das wirklich wahr? Jahrhundertelang zweifelte so gut wie niemand daran. Bis ein Deutscher dieser Frage erstmals wissenschaftlich auf den Grund ging. Eduard Seler, ein Privat-gelehrter aus Berlin, glaubte nicht, dass die spanischen Überlieferungen die Wahr-heit sagen.

Fernsehtipps Peru
Samstag (4.09.10), 18:45 Uhr | ZDF Neo

Die Nasca-Linien – riesige Scharrbilder im Wüstensand – im Süden von Peru zählen zu den berühmtesten Hinterlassenschaften der Vorzeit. Immer wieder bietet das Ensemble aus mythischen Figuren, exotischen Tierdarstellungen und geometrischen Symbolen Anlass für Spekulationen. Die Dokumention stellt die jüngsten Forschungsergebnisse vor und verfolgt die Entschlüsselung des größten Bilderrätsels der Menschheit. Eingebettet in Spielszenen, wird das Leben der Nasca-Indianer rekonstruiert – bis hin zum Untergang der rätselhaften Hochkultur.

Fernsehtipps Bolivien
Samstag (4.09.10), 18:45 Uhr | Phoenix

Barockmusik im bolivianischen Busch. Ihr Dorf heißt Urubichá, und das bedeutet “viel Wasser”; was man daran sieht, dass das Straßenfest wieder einmal im Regen versinkt. Erstaunlich: Die Guarayo-Indios im bolivianischen Niemandsland an der Grenze zu Brasilien treffen auch angeheitert jeden Ton. Mehrere Hundert von ihnen gibt es in dem 4000-Seelen-Ort, mehr als jeder zehnte spielt ein Instrument. Und wie!

Fernsehtipps Brasilien
Samstag (4.09.10), 19:15 Uhr | Phoenix

Ringkampf am Amazonas. Bei den Weißen ist es Fußball oder Baseball, bei den Kamayurá in Brasilien ist es Huka-Huka: Der rituelle Ringkampf des Amazonas- Indiostammes gehört seit Menschengedenken zur unverbrüchlichen Tradition. Es kämpfen schon die Kleinen, um sich zu stählen und später einmal ein berühmter Ringer zu werden. Die Erwachsenen ringen jeden Tag, um sich vorzubereiten auf das jährliche Treffen der riesigen Xingu-Familie, wo es um die Ehre des Stammes geht. Die Xingu sind – im Gegensatz zu den meisten anderen Stämmen im Amazonas – muskulös und korpulent, und ihre Kampfrituale sind demzufolge nicht von schlechten Eltern: regelmäßig fließt Blut, und oft bricht auch schon mal ein Knochen. Nach den Kämpfen geht die Selbstkasteiung weiter: Mit Piranha-Zähnen kratzen die Ringer ihre Haut auf, um sich abzuhärten. Wir verfolgen einen Jäger, der einen Jaguar erlegt, feiern das Bambus-, das Stachelkastanien- und das Papageien-Fest mit den Kamayurá, und lassen uns vom Dorfältesten in die Geheimnisse der Heilkunst mit Pflanzen einweisen.

Fernsehtipps Kolumbien
Sonntag (5.09.10), 1:00 Uhr | ZDF Theater

Der junge kolumbianische Harfenist Edmar Castaneda macht aus seiner Harfe ein faszinierend perkussives Instrument, und seine Band kreiert dazu berauschende Kaskaden südamerikanischer Rhythmen. Die meisten Melodien haben ihren Ursprung in kolumbianischen Volksliedern, über die die Gruppe ein Geflecht musikalischer Farben spinnt und damit bislang ungehörte Effekte hörbar macht. Castaneda verwandelt die Harfe in ein Leadinstrument. Er produziert darauf Cross-Rhythmen wie ein Drummer, fantastische Akkordschnörkel wie ein Flamenco-Gitarrist und verbindet es mit Bebop und dem Folk seiner Heimat. 1994 siedelt er von Bogota in die USA über. Er spielte bereits mit Paquito D’Rivera, Trio Da Paz, Lila Downs, John Scofield und Wynton Marsalis.

Fernsehtipps Sonstiges
Sonntag (5.09.10), 1:40 Uhr | Phoenix

Die Eroberung des Amazonas. Als Francisco de Orellana 1541 als Stellvertreter von Gonzalo Pizarro, dem jüngeren Pizarro-Bruder, das Expeditionsheer der Spanier von ihrem Stützpunkt Quito über die Anden führte, war es eine Reise ins Ungewisse – in die völlige terra incognita. Ziel der Mission war das “El Dorado”, das Land des Goldes, von dem die Inkas den Spaniern ebenso berichtet hatten, wie von den Gewürzen des “Zimtlandes” – irgendwo auf der anderen Seite der Anden. Einige Monate später waren von den rund 4000 Spaniern und Indio-Scherpas, die sich auf den Weg gemacht hatten, noch die Hälfte am Leben. Pizarros Expedition steckte am Fuße der Anden in den ersten Ausläufern des Regenwaldes fest. Noch nie hatte ein Europäer es bis hierher geschafft. Alle Nahrungsmittel waren verbraucht, der Rückweg schien unmöglich, die Gier nach Gold wich dem puren Überlebenswillen. In ihrer Verzweiflung beschlossen die Spanier, mitten im Urwald, am Rio Coca, eine Caravelle zu bauen, um auf dem Fluss weiter zu kommen.

Fernsehtipps Mexiko
Sonntag (5.09.10), 6:30 Uhr | Discovery HD

Seit der Eroberung des Landes durch die spanischen Konquistadoren ist Mexiko ein zerrissenes Land. Die Reiche der Maya und Azteken wurden geplündert, die Kultur zerstört. Heute leben die alten Hochkulturen in den Gesichtern der Menschen und den katholisch-heidnischen Totenkulten weiter. Zwischen Megastädten wie Mexiko City und wunderschönen Landschaften, ländlichen Gemeinden und Luxushotels, weißen Sandstränden und Vulkanen stellt die Dokumentation “Discovery Atlas: Mexiko” Mexikaner vor, die sich als Überlebenskämpfer sehen, aber auch stolz auf ihr Land sind: ein Klippenspringer, ein Bildhauer, ein Altarbauer, ein Ranger, ein Wrestler, die Frauen einer landwirtschaftlichen Kooperative, eine Restaurantchefin und ein junges Mädchen aus der Oberschicht.

Fernsehtipps Mexiko
Sonntag (5.09.10), 7:15 Uhr | National Geographic Channel

Planet Sport. Dr. Luisa Elvira reist in den mexikanischen Staat Jalisco, um sich einen Eindruck von Mexikos Nationalsport zu verschaffen: Charreia. Die furiosen Reiterspiele gelten als direktes Vorbild des amerikanischen Westernreitstils. Zwei bis drei Teams aus je vier Reitern treten gegeneinander an. Bei den Zuschauern besonders beliebt ist die Variante, bei dem sich der Reiter in vollem Galopp vom Pferd aus den Schwanz eines Bullen greift, sich diesen um seinen Unterschenkel wickelt und dann mit dem Pferd versucht, den Bullen zu Fall zu bringen.

Fernsehtipps Kolumbien
Sonntag (5.09.10), 7:40 Uhr | National Geographic Channel

Situation Critical. Er war einer der reichsten und zugleich kriminellsten Männer der Welt. In den 70er Jahren baute Pablo Escobar ein wahres Drogenimperium in Kolumbien auf. Während seiner besten Jahre soll er eine Million US-Dollar am Tag verdient haben. In erbittertem Widerstand gegen ein von der kolumbianischen Regierung geplantes Gesetz zur Auslieferung von Drogenhändlern an die USA führte er einen Krieg gegen den Staat. Escobar ließ Hunderte von Polizisten, Richtern und Staatsanwälten ermorden.

Fernsehtipps Peru
Sonntag (5.09.10), 8:10 Uhr | Arte

Die Entdecker. Der Archäologe Giuseppe Orefici ist den Geheimnissen der Nazca, einer untergegangenen Hochkultur in Peru, auf der Spur. Bis heute geben vor allem die riesigen in den Wüstenboden gezeichneten geometrischen Figuren und Linien den Forschern Rätsel auf. Auf dem weitläufigen Grabungsgelände von Cahuachi sucht Giuseppe Orefici nach Zeugen der alten, peruanischen Nazca-Zivilisation, die hier vor 1.700 Jahren gelebt hat, und stößt dabei auf großartige archäologische Schätze. Darunter befinden sich zum Beispiel bemalte Keramikgegenstände, bestickte Textilien, Mumien und als Geoglyphen bezeichnete gigantische Erdzeichnungen. Die geheimnisvollen Nazca-Zeichnungen stellen sich in Form von auf dem Wüstenboden gezeichneten geometrischen Formen und Linien dar und sind für das menschliche Auge nur vom Flugzeug aus in ihrer gesamten Größe zu erfassen.

Fernsehtipps Peru
Sonntag (5.09.10), 9:00 Uhr | EinsPlus

Reisetipp. Südperu – eine faszinierende Kombination aus kulturellen Sehenswürdigkeiten und beeindruckenden Landschaften. Unsere Reise startet am sagenumwobenen Geburtsort der Indiostämme, dem Titicacasee. In Puno, dem Zentrum der Region beginnt eine der schönsten Bahnstrecken Perus: neun Stunden von Puno nach Cuzco. Cuzco, einst prachtvolles Zentrum der Inkawelt, ist Ausgangspunkt für die größte Touristenattraktion Südamerikas. Inmitten einer überwältigenden Landschaft liegt die Inkasiedlung Machu Picchu.

Fernsehtipps Peru
Sonntag (5.09.10), 13:05 Uhr | N24

Inmitten der peruanischen Anden, auf fast 2.400 Metern Höhe, liegt einer der mythischsten Orte der Welt: Die verlassene Inka-Stadt Machu Picchu. Archäologen, Architekten und Ingenieure können bis heute nicht genau nachvollziehen, zu welchem Zweck und wie diese bauliche Meisterleistung entstanden ist. Die N24-Dokumentation führt durch die lange verschollene Siedlung über den Wolken, die zu den “neuen sieben Weltwundern” gehört.

Fernsehtipps Ecuador
Sonntag (5.09.10), 16:30 Uhr | SWR

“Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche … wertlos.” So schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt 1535. Er hatte Galapagosboden, eine bis dahin noch unentdeckte Welt betreten. Von schlangenartigen Leguanen, von einfältigen Vögeln und riesigen Schildkröten berichtet er. In den Augen des Gottesmannes ein völlig nutzloses Land weil ohne Gold. Ganz anders sah 300 Jahre später Charles Darwin den Archipel, obwohl auch er sich nicht ganz freiwillig dort aufhielt. Die Orte, Tiere und Pflanzen, die der Naturforscher erblickte, beeindruckten ihn dermaßen, dass sie sein Nachdenken und Vergleichen herausforderten. Er erkannte, das Leben auf den Inseln hat nur zwei Möglichkeiten: Entweder es passt sich Veränderungen an oder es stirbt aus.

Fernsehtipps Brasilien
Sonntag (5.09.10), 17:15 Uhr | SWR

Razzia im Regenwald. Ana Rafaela D’Amico ist mit 27 Jahren Brasiliens jüngste Nationalparkchefin. Um den Regenwald zu retten, kämpft sie gegen Drogenbanden, die Holzfällermafia und illegale Fischerei. Mit einer Fläche von 800.000 Hektar gehört der Campos Amazônicos zu den kleinen Nationalparks Brasiliens. Dennoch vereint er alle Probleme Amazoniens, wie illegalen Holzschlag, Rinderzucht, wilde Goldminen und eine Drogenstraße, die mitten durch den Park führt. Die erst 27-jährige Ana Rafaela D’Amica hat vor ein paar Jahren die Leitung des Parks übernommen und kämpft vehement für die Erhaltung der Natur. Doch die Widerstände gegen die blonde junge Frau aus der Großstadt sind groß.

Fernsehtipps Peru
Sonntag (5.09.10), 19:30 Uhr | Phoenix

Gold übt seit jeher eine fast magische Kraft aus – als Statussymbol, als Schmuck oder auch als krisensichere Anlage. Die wenigsten aber wissen, woher das Edelmetall tatsächlich kommt und wie es gewonnen wird. Vor allem aber: Wer profitiert vom stetig steigenden Goldpreis? tag7 macht sich auf die Suche – und trifft im Norden von Peru spontan auf eine Demonstration: Dutzende armer Menschen protestieren hier gegen die größte Goldmine Lateinamerikas. Yanacocha zählt zu den profitabelsten Goldminen der Welt, betrieben wird sie vom amerikanischen Konzern Newmont. “Sie verseuchen mit Zyanid das Erdreich und nehmen uns das gesamte Wasser”, klagt Bauer Miguel Garcia. “Wir waren ständig giftigen Quecksilberdämpfen ohne Schutzkleidung ausgesetzt”, erzählt Percy Potilla, der als Lkw-Fahrer in der Mine arbeitete und heute arbeitsunfähig ist.

Fernsehtipps Kolumbien
Sonntag (5.09.10), 22:00 Uhr | National Geographic Channel

National Geographic Spezial, Kolumbien 2008 Die Befreiung der ehemaligen kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt rückte eine Guerilla-Organisation wieder ins öffentliche Interesse, die seit über 40 Jahren einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung Kolumbiens führt: die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Dieser Kampf richtete sich jedoch zusehends gegen die Bevölkerung. Finanziert wurde die im Dschungel operierende Gruppe vor allem durch den Handel mit Kokain und Entführungen. Bis vor kurzem konnte keiner der Rebellen vor Gericht gestellt werden. Doch in diesem Jahr verzeichnen Geheimdienst und Militär zusehends Erfolge in ihrem Kampf gegen die FARC.

Fernsehtipps Kolumbien
Sonntag (5.09.10), 23:00 Uhr | History Channel

Die Krieger. Archäologische Untersuchungen haben Geheimnisse einer brutalen Kriegergruppe ans Licht gebracht: Es ist eine Gruppe, die auf Menschenopfern, bizarren Ritualen und todbringenden Waffen gegründet ist. Eine blutige Schlacht in der Nähe der antiken Stadt Dos Pilas führt zum Niedergang und letztlich zum Verschwinden dieser mächtigen Kriegerkultur im frühen Kolumbien.

Fernsehtipps Brasilien
Montag (6.09.10), 0:40 Uhr | National Geographic Channel

Is It Real? II. Seit Anfang der 90er Jahre häufen sich in ganz Lateinamerika Meldungen über eine geheimnisvolle Kreatur, die nachts über Nutztiere herfällt und deren Blut saugt. Inzwischen gibt es buchstäblich hunderte Theorien über den so genannten Chupacabra –zu deutsch „Ziegensauger“: Handelt es sich um eine bislang unentdeckt gebliebene Raubtierspezies – oder gar um ein genetisches Experiment, das aus dem Ruder gelaufen ist? Kritiker wenden ein, dass die Berichte über den Chupacabra meist nur auf Hörensagen beruhen, nicht aber durch Fakten untermauert werden. Is It Real? hat die neuesten Erkenntnisse über die sagenhafte Kreatur zusammengetragen.

Fernsehtipps Haiti
Montag (6.09.10), 14:30 Uhr | MDR

“LexiTV” zeigt die Situation in Haiti neun Monate nach der Katastrophe, zeigt das schwere Leben der Betroffenen und die aufopferungsvolle Arbeit von Ärzten und Hilfskräften aus aller Welt, auch aus Deutschland. Am 12. Januar 2010 wurde Haiti vom wohl folgenreichsten Erdbeben in der Geschichte des amerikanischen Kontinents heimgesucht. Schätzungen gehen von bis zu 500.000 Toten aus, anderthalb Millionen Menschen wurden obdachlos, tausende Gebäude zerstört. “LexiTV” zeigt die Situation in Haiti neun Monate nach der Katastrophe, zeigt das schwere Leben der Betroffenen und die aufopferungsvolle Arbeit von Ärzten und Hilfskräften aus aller Welt, auch aus Deutschland.

Fernsehtipps Bolivien
Montag (6.09.10), 15:00 Uhr | BR Alpha

Das Weltkulturerbe Potosí in Bolivien besteht aus dem Berg Cerro Rico, in dem es die reichsten Silberminen der Welt gab, und aus der Stadt Potosí am Fuß dieses Bergs. Dazu gehören ein kunstvolles Bewässerungssystem und Ruinen von Aufbereitungsanlagen für das Silbererz – alles Überreste aus der Kolonialzeit. Während die Stadt im 17. Jahrhundert blühte, leidet sie heute unter Bevölkerungsschwund. Auch wenn der ehemals reiche Berg schon lange ausgebeutet ist, suchen dennoch rund 7.000 Indios Tag für Tag nach Resten von Silber, Zinn und Blei. Der Schutzpatron der “mineros” im Berg ist der Teufel. Ihn verehren sie, geben ihm in ihrer Mine zu trinken und zu rauchen. Der Teufel erzählt im Film die Geschichte von Potosí und seinem einst so reichen Berg, einer zu Zeiten der spanischen Kolonialherren so bedeutenden Stadt. Er erzählt von der Zwangsarbeit unter Tage, die so viele mit dem Leben bezahlten, und von den unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Indios noch heute im Berg jeden Tag ihr Leben riskieren.

Fernsehtipps Kuba
Montag (6.09.10), 15:15 Uhr | RBB

Der Humboldt-Nationalpark im Osten Kubas (2/2). Der “Parque Nacional Alejandro de Humboldt” ist eines von über 80 Naturschutzgebieten, die nach der kubanischen Revolution auf der Insel entstanden sind. Vor der Eroberung durch die Spanier war Kuba fast vollständig von Wald bedeckt. Doch schon bald wurden die ersten Plantagen für Zuckerrohr und Tabak angelegt, wurde edles Tropenholz geplündert, um Paläste, Schiffe oder Möbel zu bauen. Nach der kubanischen Revolution sorgte ein umfangreiches Wiederaufforstungs-Programm dafür, dass inzwischen wieder rund 25 Prozent der Insel bewaldet sind. Mehr als 80 Naturschutzgebiete sind seither entstanden. Ganz im Osten des Landes liegt der “Parque Nacional Alejandro de Humboldt” mit seinen einmaligen Bergregen- und Trockenwäldern, Hochebenen, Flüssen, Mangrovenlandschaften und Korallenriffen. Gut 700 Quadratkilometer Natur – so ursprünglich nahezu, wie sie der Namensgeber des Schutzgebietes vor über 200 Jahren bei seinen Reisen durch Kuba angetroffen hat.

Fernsehtipps Ecuador
Montag (6.09.10), 21:00 Uhr | ZDF Infokanal

Kampf um den Regenwald. Im Jahr 2007 überrascht der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die Welt mit einem revolutionären Vorschlag: Natur statt Erdöl. Westliche Industrienationen sollen zahlen, damit das Öl in der Erde bleibt. Durch diese Initiative könnten große Teile des Regenwaldes im Amazonasbecken erhalten bleiben. Ein Plan, der aufzugehen scheint. Die Welt ist begeistert. Viele Nationen, darunter auch Deutschland, erklären sich bereit zu zahlen. Insgesamt sieben Milliarden US-Dollar verlangt Ecuador für den Erhalt des Yasuni-Nationalparks. Ein Gebiet, das zu den artenreichsten der Welt zählt. Ein Deal mit Haken. Denn die Erdölindustrie macht Druck. Der Präsident wackelt und spielt auf Zeit.

Fernsehtipps Brasilien
Dienstag (7.09.10), 15:30 Uhr | BR

Felix und die wilden Tiere. Vor rund 30 Jahren haben Wissenschaftler zum ersten Mal die frei lebenden Löwenäffchen, die nur an der Küsten Brasiliens vorkommen, gezählt. Man entdeckte nur noch 100 Exemplare – viel zu wenige, um das Überleben der kleinen südamerikanischen Affenart zu garantieren. Alle Zoos auf der Erde wurden alarmiert und man fand heraus, dass in deren Affengehegen weitaus mehr Löwenäffchen lebten als in den zusammengeschrumpften Waldstücken Brasiliens. Felix berichtet über das Projekt “Micro Leon”, das zur Rettung der Löwenäffchen ins Leben gerufen wurde.

Fernsehtipps Brasilien
Dienstag (7.09.10), 16:45 Uhr | Arte

Geheimnisvolle Völker. Im Norden Brasiliens, in einem der letzten weitgehend unerforschten Regenwälder der Welt, lebt der Stamm der Zo’e. Ihre Sprache und ihre Kultur sind der restlichen Welt fast völlig unbekannt. Sie sind seminomadische Jäger und Sammler, wobei ihre bevorzugte Beute aus Affen besteht, die in ihrer Region häufig vorkommen. Ihre Jagdgründe sind so weitreichend, dass sie keine Vorstellung von Territorien haben. Sie glauben, dass das Land niemandem gehört. Man erkennt die Zo’e am Poturu, einem hölzernen Piercing in der Unterlippe. Ab dem Alter von sechs Jahren tragen sowohl Jungen als auch Mädchen diesen Schmuck. Sie wissen nicht, woher dieser Brauch kommt, wichtig ist für sie nur, dass er sie von allen anderen Stämmen unterscheidet.

Fernsehtipps Bolivien
Mittwoch (8.09.10), 6:45 Uhr | Phoenix

Die Naturmedizin der Kallawaya. Am Rande der Zivilisation, versteckt zwischen den Schneegipfeln der bolivianischen Anden, liegt das Kallawaya-Hochtal. Übersetzt heißt sein Name “Land der Ärzte”. Von hier kommen Wunderheiler, die über ein so profundes Pflanzenwissen verfügen, dass sich neuerdings sogar die Pharmaindustrie für sie interessiert. Einer von ihnen ist der Kräuterarzt Aurelio Ortiz. Die Kamera begleitet ihn und seinen Sohn Cerilo bei Krankenbesuchen, beim Kräutersammeln, bei der Durchführung magischer Rituale und auf einer langen Reise ins Nachbarland Peru. Denn in Peru, an dem heiligen Berg Machu Picchu, soll sich erweisen, ob Cerilo von den Göttern als Nachfolger seines Vaters akzeptiert wird. Der Film führt in eine faszinierende Landschaftskulisse und in eine Welt, in der das Tun der Menschen von Kräften bestimmt wird, die sie mal als weiße, mal als schwarze, mal als graue Magie interpretieren.

Fernsehtipps Sonstiges
Mittwoch (8.09.10), 8:45 Uhr | Arte

Treibstoff aus Raps, Mais, Zuckerrohr oder Ölpalmen soll die Umwelt schonen und uns von Erdölimporten unabhängig machen. Auch Deutschland und Frankreich erleben einen grünen Ölrausch: Auf einem Sechstel der Anbaufläche werden inzwischen Energiepflanzen angebaut. Doch der Sprit vom Acker muss immer mehr Kritik einstecken: Bei der Produktion entstehen Treibhausgase, in Asien und Südamerika verdrängt der Anbau von Zuckerrohr und Ölpalmen den Regenwald. Zudem soll die steigende Biospritproduktion schuld sein an hohen Lebensmittelpreisen, Hungersnöten und Artensterben. Wie “bio” sind die Biotreibstoffe also?

Fernsehtipps Sonstiges
Mittwoch (8.09.10), 9:30 Uhr | HR

3.000 Quadratmeter Regenwald für Leipzig. Der Berliner Panoramakünstler Yadegar Asisi will ein gut 3.000 Quadratmeter großes Stück Regenwald in den Leipziger Gasometer holen. Es soll das größte Rundbild der Welt werden und eine perfekte Illusion schaffen: Farbe, Licht, Geräusche, ja sogar Düfte sollen den Betrachter im Gasometer mitten in die geheimnisvolle Welt Amazoniens versetzen. Zwei Jahre lang arbeiten der Künstler und sein Team mit modernsten Retusche- und Drucktechniken an dem gigantischen Bild. Doch erst, wenn das fußballfeldgroße Panorama wirklich im Leipziger Gasometer hängt, wird Yadegar Asisi sehen, ob seine Idee vom Zauberbild Amazoniens tatsächlich funktioniert.

Fernsehtipps Mexiko
Mittwoch (8.09.10), 16:00 Uhr | HR

Die ersten beiden Novembertage nennen die Mexikaner “los dias de los muertos” – die “Tage der Toten”. Es sind die wichtigsten Feiertage des Jahres. Sie werden begangen wie eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Schon in der letzten Oktoberwoche verwandelt sich das ganze Land in ein Meer aus orangefarbenen Ringelblumen; denn sie gelten als die Blumen der Toten. Und als Wegweiser. Die ausgelegten Blüten zeigen den Toten den Weg in die Häuser ihrer Familien. Dorthin, wo man schon seit Tagen für sie kocht und die Wohnung festlich herrichtet. Überall in den Straßen werden für das große Ereignis Berge von grellbunten Dekorationen verkauft. Vor den Geschäften und auf den Märkten stapeln sich Totenköpfe aus Plastik oder Zuckerguss, riesige Skelette aus Pappmaché, Kerzen und anderer Altarschmuck sowie Brot und Naschereien in Knochen- oder Totenschädelform.

Fernsehtipps Chile
Mittwoch (8.09.10), 20:15 Uhr | Arte

Dokumentarfilm – Frankreich/Chile – 2004. Der 11. September 1973 war einer der dunkelsten Tage in der chilenischen Geschichte: Mit Hilfe der USA setzte General Pinochet nach einem Putsch den demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende ab und etablierte eine der grausamsten Militärdiktaturen des 20. Jahrhunderts. Salvador Allende wählte noch am Tag des Putsches den Freitod. Nach mehreren Wahlniederlagen war der Arzt Dr. med. Salvador Allende 1970 von den Chilenen zum Präsidenten gewählt worden. Seine Vision: Freiheit, Gerechtigkeit und ein besseres Leben für alle Bürger. Dieses Ziel vor Augen, wagte Salvador Allende das Experiment, Sozialismus und Demokratie miteinander zu verbinden.


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