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Bolivia en Movimiento - das Quetzal Bolivien-Tagebuch

Verantwortliche: Florian Quitzsch & Enrico Caldas Meyer
Bolivia en Movimiento - Das Quetzal Bolivien-Tagebuch
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07. August 2008 @ 8:46 | Bolivien: Treffen zwischen Morales, Chávez und Kirchner aus Sicherheitsgründen abgesagt

Kurz vor dem am 10. August geplanten Referendum über die mögliche Amtsenthebung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales kommt es im Land zu zahlreichen Unruhen. Davon betroffen war nun ebenfalls ein zwischen Cristina Kirchner (Argentinien), Evo Morales (Bolivien) und Hugo Chávez (Venezuela) geplantes Treffen über eine verstärkte Zusammenarbeit in Energiefragen. Das Treffen sollte im oppositionellen Departement Tarija, dass sich erst vor kurzem mit großer Mehrheit für eine weitgehende Autonomiein ausgesprochen hat und in welchem sich 85 aller bekannten Erdgasvorkommen Boliviens befinden, stattfinden. Die Demonstranten versammelten sich am Flughafen, um die Landung der Gäste zu verhindern. Auch Morales konnte durch Auseinandersetzungen in einem Bergwerk (2 Tote und zahlreiche Verletzte) der Stadt Caihuasi nicht anreisen. Vor allem für Argentinien war das Treffen enorm wichtig, denn das Land benötigt aufgrund der Energieknappheit dringend das bolivianische Erdgas.

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23. Juni 2008 @ 9:57 | Bolivien: Tarija votiert für Autonomie

Nach den Referenden in Santa Cruz, Pando und Beni haben nun auch die Bürger der Tieflandprovinz Tarija für mehr Autonomie vom Zentralstaat votiert. Tarija verfügt über rund 85 Prozent der Erdgasreserven Boliviens, was einem Anteil von 13 Prozent am Bruttoinlandsprodukt entspricht. Bei der Volksabstimmung am Sonntag, zu der 170.000 Wahlberechtigte aufgerufen waren, haben laut Befragungen des Fernsehsenders ATB 80,3 Prozent der Wähler für die Autonomie gestimmt. Mit dem offiziellen Endergebnis der Abstimmung ist nach Angaben der Wahlbehörde nicht vor Mittwoch zu rechnen. Die Regierung von Evo Morales hat die Abstimmung, wie schon die Referenden zuvor, als illegal bezeichnet. Präsident Morales selbst hat für den 10. August ein Referendum über seine Amtsführung angesetzt.

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09. Mai 2008 @ 13:45 | Bolivien: Präsident Morales stimmt Referendum über Amtsenthebung zu

Wie der bolivianische Präsident Evo Morales bereits im Januar schon einmal angekündigt hatte, wird er sich aufgrund eines von der Opposition im Senat angenommenen Gesetzes am 10. August 2008 einem Referendum über die Weiterführung seines Amtes stellen. Den Wählern wird entsprechend des verabschiedeten Gesetzes die Frage gestellt, ob sie damit einverstanden seien, dass der “Prozess der Veränderungen unter der Führung von Präsident Evo Morales Ayma und von Vize-Präsident Alvaro García Linera fortgesetzt wird”. Morales muss dabei mit mindestens eine Stimme mehr als bei seiner Wahl Ende 2005, als er 53,74 Prozent der Stimmen erzielte, abgewählt werden. Im Falle eines Erfolges des Referendums müssen Präsident und Vizepräsident binnen 90 bis 180 Tagen nach der Veröffentlichung des amtlichen Endergebnisses Neuwahlen ansetzen. Ebenso zur Disposition stehen die neun Präfekten der Departamentos.

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05. Mai 2008 @ 8:35 | Bolivien: Santa Cruz votiert für die Autonomie

Das Autonomie-Referendum in der südost-bolivianischen Provinz Santa Cruz am Sonntag hat eine klare Mehrheit von Ja-Stimmen erbracht. Nach vorläufigen Angaben des Institutes Focaliza stimmten 85,1 Prozent der gültigen Wahlstimmen für das Referendum, 14,9 Prozent entschieden sich dagegen. Das Votum war das erste von insgesamt vier Referenden für größere Autonomie von der Zentralregierung in den östlichen Tiefland-Provinzen, die als Vertiefung der Spaltung zwischen der Morales-Regierung und der konservativen Opposition gesehen werden. Der Volksentscheid gibt der konservativen Provinzregierung von Santa Cruz theoretisch mehr Kontrolle über die natürlichen Ressourcen an fruchtbarem Land und ca. 10 Prozent von Boliviens Erdgasreserven. Präsident Morales bezeichnete das Referendum als Misserfolg und geht weiterhin von der Verfassungswidrigkeit des Vorgehens aus.

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