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07. September | Guatemala: Mindestens 44 Tote nach Erdrutschen infolge Dauerregens

Guatemala: Mindestens 44 Tote nach Erdrutschen infolge Dauerregens (Karte: University of Texas at Austin)Nach Angaben der Katastrophenschutz-Behörde sind durch die von starken Regenfällen ausgelösten Erdrutsche in den letzten Tagen mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Nach unbestätigten Medienberichten sollen es aber bis zu 80 Tote sein, 16 weitere Menschen werden derzeit noch vermisst. Landesweit wurden mehr als 200 Erdrutsche gezählt, das wohl schlimmste Unglück ereignete sich nahe Guatemala-Stadt, als durch eine Schlammlawine an der Fernstraße Panamericana mehr als 20 Menschen den Tod fanden, darunter viele Helfer, welche zuvor versucht hatten, Verschüttete zu befreien. Als der guatemaltekische Präsident Álvaro Colom den Ort der Tragödie besuchte, bezeichnete er die Ereignisse als “nationale Tragödie” und verglich das Ausmaß der Zerstörungen, bei denen bis zu 40.000 Menschen obdachlos geworden sind, mit dem Tropensturm “Agatha”. Dieser hatte im Mai 2010 in Mittelamerika, hauptsächlich in Guatemala, zu mindestens 180 Todesopfern geführt. Bereits am Vortag hatte Colom den nationalen Notstand ausgerufen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass durch “Agatha” die finanziellen Mittel zur Katastrophenbekämpfung bereits aufgebraucht seien. Nach ersten Prognosen sind durch die wohl schlimmsten Regenfälle seit über 60 Jahren bisher Schäden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar entstanden. (Bildquelle: University of Texas at Austin)

05. September | Peru: Xstrata kauft per “Jahrhundertvertrag” Kupfer-Konzessionsrechte in Apurímac

Konzessionsrechte für Kupfermine in Peru verkauft - Foto: Quetzal-Redaktion, sscAm Freitag, dem 03. September 2010, wurde nach Aussage des Präsidenten Perus, Alan García Pérez, der “Jahrhundertvertrag” für Peru zwischen dem Regierungsvertreter und Exekutivdirektor von ProInversión, Jorge Léon, und dem Vizepräsidenten des schweizerischen Bergbauunternehmens Xstrata, José Marún, geschlossen. Die Konzessionsrechte für den Kupferabbau der Mine Las Bambas in der Bergregion im Süden Perus wurden an den nach eigenen Angaben weltweit viertgrößten Kupferproduzenten für eine Gesamtlaufzeit von 18 Jahren für über 4,2 Mrd. US-Dollar verkauft. Dies entspricht etwa 3% des jährlichen Bruttoinlandsproduktes Perus. Das gesamte Gebiet, welches für den Abbau von Kupfer ab 2014 zur Verfügung stehen wird, umfasst eine Fläche von etwa 35.000 Hektar in den Provinzen Cotabambas und Grau. Die Mine soll anfänglich 400.000 Tonnen Kupferkonzentrat fördern, wobei insgesamt bis zu 1.132.000 Tonnen Kupferkonzentrat in dieser Region vermutet werden. Peru, bereits der zweitgrößte Kupferexporteur weltweit, kann damit seine Produktion um 30% steigern. Bezüglich der Beschäftigung wird damit gerechnet, dass für den Bau der Mine etwa 3.600 Arbeiter, für den Abbau 1.350 Arbeiter direkt beschäftigt werden, wobei darüber hinaus für jeden direkt angestellten Arbeiter noch fünf indirekte Arbeitsplätze entstehen könnten. Im vergangenen Juli kam es zu einer öffentlichen Anhörung und Diskussion, an der mehr als 6.000 Menschen aus der Region teilnahmen, mit überwiegend positiver Resonanz auf eine Studie über die Umwelteinflüsse der Mine Las Bambas. Denn im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bergbauprojekten in Peru, bei denen die Bergbaukonzerne auf teilweise heftige Kritik stießen, blieb Las Bambas bisher von Widerstand seitens der lokalen Bevölkerung weitgehend verschont. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)

03. September | Guatemala: Gesuchter Ex-Polizeichef in der Schweiz aufgetaucht

Guatemala: Gesuchter Ex-Polizeichef in der Schweiz aufgetaucht. Foto: Alvaro Yool, Diario de Centro América.Erwin Sperisen, von 2004 bis 2007 Oberster Polizeichef Guatemalas, gehört zu den 19 Funktionären der früheren Regierung Berger, gegen die Anfang August in Guatemala Haftbefehle ausgestellt wurden. Die UN-Kommission gegen die Straflosigkeit (CICIG) beschuldigt Sperisen, gemeinsam mit dem ehemaligen Chef der Gefängnisse, Alejandro Giammattei, und Ex-Innenminister Carlos Vielman, der sich angeblich in Spanien aufhält, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, die u.a. für Mord, Erpressung, Raub, Drogenhandel und Geldwäsche verantwortlich war. Seit einigen Tagen sorgt das für Aufregung in den Schweizer Medien: Erwin Sperisen ist nämlich nicht nur guatemaltekischer, sondern auch Schweizer Staatsbürger. Sein Vater, Eduardo Ernesto Sperisen Yurt, vertritt Guatemala bei der Welthandelsorganisation in Genf. Sperisen junior, der offenbar zur El Shaddai-Kirche des guatemaltekischen Präsidentschaftskandidaten Harold Caballeros gehört, ist Mitglied im Genfer Vorstand der Evangelischen Volkspartei. Im Sitz der EVP in Bern hat er sich nun zu Wort gemeldet und gab der Nachrichtenagentur SDA ein Interview. Der 40jährige hält sich für unschuldig. Er sei Opfer einer Diffamierungskampagne, sagte er den Schweizer Journalisten. Die CICIG hingegen konstatiert, Sperisen sei verantwortlich für außergerichtliche Hinrichtungen u.a. von sieben Häftlingen in guatemaltekischen Gefängnis Pavón 2006. Während der ehemalige Polizeichef argumentiert, es habe sich um die Niederschlagung einer Meuterei und das Ergebnis eines Schusswechsels von Gefangenen mit staatlichen Sicherheitskräften gehandelt, wird die CICIG mit dem Ermittlungsergebnis zitiert, dass bei der Operation Mitglieder einer konkurrierenden Mafia gezielt beseitigt worden seien. Sperisen und Vielman waren 2007 zurückgetreten, nachdem drei salvadorianische Abgeordnete und ihr Fahrer auf dem Weg zum Zentralamerikanischen Parlament (Parlacen) in Guatemala-Stadt ermordet worden waren. Sie hatten mutmaßlich große Mengen Drogen in ihrem Auto transportiert. Menschenrechtsverteidiger weisen darauf hin, dass in Sperisens Verantwortung auch der Tod von sieben Bauern und drei Polizisten einer Spezialeinheit bei der gewaltsamen Räumung der besetzten Plantage “Nueva Linda” im August 2004 fällt. Als Schweizer Staatsbürger kann Sperisen nicht an Guatemala ausgeliefert werden. Allerdings könnte in der Schweiz ein Verfahren gegen ihn eingeleitet werden. Ein dazu nötiges Rechtshilfegesuch oder einen internationalen Haftbefehl gebe es jedoch nicht, sagte der Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, auf Anfrage des “Tagesanzeigers” aus Zürich. (Foto: Alvaro Yool, Diario de Centro América)

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Dossier - Honduras: TeguciGolpe – Putsch im Hinterhof

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Die Folgen des „Chilenischen Wunders” Die Lachsfarmen und die Privatisierung des Meeres
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Kategorie(n): Chile, Globalisierung & Regionalisierung, Ressourcen & Umwelt, Wirtschaft & Entwicklung

Lachszucht im Golf von Ancud. Foto: Sam Beebe/ EcotrustDas sogenannte „Chilenische Wunder” basiert auf drei Säulen: dem hohen Kupferpreis, der Zellstoffproduktion, die unter der Diktatur Pinochets profitierte, und der Lachsindustrie, die während der gegenwärtigen Demokratie ausgebaut wurde. Doch Überfischung hat eine schwere Krise im Gesundheits- und Umweltbereich sowie in Wirtschaft und Gesellschaft hervorgerufen. Etwas mehr als 1000 km südlich von Santiago, an Puerto Montt vorbei und mit der Fähre über den Canal de Chacao liegt die traumhafte Insel Chiloé. Dort findet man weite Ebenen und sanfte Hügel in verschiedensten Grüntönen, die durch die ergiebigen südlichen Regenfälle hervorgebracht werden. Im Frühling wird diese grüne Sinfonie von unzähligen wilden gelben, violetten und roten Blüten durchbrochen, ….

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Der mexikanische Narcocorrido – Teil 1: Definition und Entwicklung
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Kategorie(n): Drogen & Schattenwirtschaft, Mexiko, Musik

Los Tigres del Norte bei Vive Grupero (Foto: Fernando Messino)„…der mexikanische Corrido ist […] ein episch-lyrisch-tragisches Genre […] Auf einfache und verständliche Weise berichtet er über alles, was das Volk tief bewegt: Aufstände, Überfälle, Kämpfe, Katastrophen, Morde, Heldentaten, Geschichten über Banditen, aufsehenerregende Verbrechen, Erschießungen, Liebesgeschichten, Militärputsche, Entgleisungen etc.“ (Serrano Martínez 1973; zit. bei Astorga 1995, S. 92) Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei der Begriff in der spanischsprachigen Welt wertfrei und vorwiegend im rein pharmazeutischen Sinne verwendet worden. Erst seit einem knappen Jahrhundert werde der Begriff in erster Linie mit Betäubungsmitteln im juristischen Sinne, die betäubende oder aufputschende Wirkungen hervorrufen, in Zusammenhang gebracht. Mit diesem Wandel ging die …

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Muruchi Poma, Feliciano Félix: Minero con poder de dinamita La vida de un activista boliviano
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Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Bolivien, Gelesen, Gesellschaft & Soziales, Parteien & Soziale Bewegungen

Rezension von Muruchi Pomas Minero con poderUm es vorweg zu nehmen: “Minero de poder de dinamita. La vida de un activista boliviano” der Autoren Feliciano Félix Muruchi Poma, Linda Farthing D. und Benjamin Kohl B. ist von der ersten bis zur letzten Seite ein mitreißendes Buch über den Werdegang eines armen Aymara-Landwirts, Minenarbeiters und Gewerkschaftsaktivisten vor dem Hintergrund der bolivianischen Geschichte von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Es eröffnet dem Leser nicht nur persönliche Eindrücke von den Schwierigkeiten des Lebens in den abgelegenen Berggegenden, sondern auch neue Perspektiven auf die Entwicklung Boliviens, ohne in einschläfernde Geschichtsvermittlung zu verfallen. …

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Venezuela – Ein Kurzportrait
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Kategorie(n): Venezuela

1498 war es, als Christoph Kolumbus auf seiner dritten Reise die Ostküste Venezuelas erblickte und völlig fasziniert vom riesigen und weit verzweigten Delta des Orinoco in seinem Tagebuch notierte: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies ein großer, bisher unbekannter Kontinent ist […], und wenn es wirklich ein Kontinent ist, dann handelt es sich wahrhaftig um etwas Wunderbares, und so werden es alle Verständigen zu schätzen wissen“. Im 21. Jahrhundert ist ein Kontinent auf der bis in den kleinsten Winkel fotografierten Erdkugel kein großes Ereignis mehr, aber Kolumbus’ Aussage behält Gültigkeit insofern, als Venezuela noch immer zu faszinieren vermag, auch wenn oder gerade weil der Betrachter die Küstenlinie verlässt und sich tiefer in das Landesinnere wagt, wo eine schier umwerfende Vielfalt auf Entdecker wartet. Im Westen des Landes erstrecken sich die nördlichen Ausläufer der Anden mit ihren bis zu 5.000 Meter hohen und schneebedeckten Bergen, darunter die höchste Erhebung Venezuelas, der …

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Was wächst, ist die Ungleichheit: 16 Jahre Nordamerikanisches Freihandelsabkommen in Mexiko
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Als am 1. Januar 1994 das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) in Kraft trat, waren die Hoffnungen groß. Die Unterzeichner-Staaten Kanada, Mexiko und USA versprachen sich und ihren Bevölkerungen hiervon Wirtschaftswachstum, Eindämmung der Armut und weniger Arbeitsmigration aus dem Süden. 16 Jahre später ist davon ...
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Die Wahrheit über die Bombardierung
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Der Bericht der ecuadorianischen Wahrheitskommission über die Bombardierung des Lagers von „Raúl Reyes“ deckt auf, wie weit die Tentakel der FARC in den ecuadorianischen Staat hineinreichen. Die Bomben, die am 1. März 2008 auf das Lager des FARC-Sprechers „Raúl ...
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